Lebensmittelpreise: Salatgurken wegen Winterwetter deutlich teurer

Datum19.01.2026 13:35

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Preise für Salatgurken in Deutschland sind seit Oktober um über 80 Prozent gestiegen, hauptsächlich aufgrund winterlicher Wetterbedingungen in Spanien und den Niederlanden. Ein Temperatursturz hat die Kulturen geschwächt, was zu einem knappen Angebot führt. Im Dezember erhöhten sich die Preise im Vergleich zum Vormonat um 43 Prozent. Auch andere Gemüsearten sind betroffen. Experten erwarten mittelfristig sinkende Preise, da Verbraucher aufgrund der hohen Preise weniger kaufen.

InhaltDie Preise für Salatgurken in Deutschland sind seit Oktober um mehr als 80 Prozent gestiegen. Grund ist vor allem das Wetter in Spanien und den Niederlanden. Die Verbraucherpreise für Salatgurken sind in Deutschland aufgrund knappen Angebots aus wichtigen Anbaugebieten in Südspanien und den Niederlanden zuletzt deutlich angestiegen. Laut Statistischem Bundesamt verteuerten sich Salatgurken im Dezember um 43 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Oktober stiegen die Preise sogar um gut 80 Prozent. Der Marktexpertin der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) Gabriele Held zufolge ist der deutliche Preisanstieg mit den winterlichen Witterungsverhältnissen zu erklären. In Spanien folgte nach einem langen, warmen Spätsommer ein heftiger Temperatursturz, wodurch die Kulturen geschwächt worden seien. "Bei Nachttemperaturen von weniger als 10 Grad wachsen Gurken nicht gut", sagte Held. In den unbeheizten Produktionsanlagen entwickelten sich die Pflanzen nur sehr langsam. Auch das Angebot aus den Niederlanden sei begrenzt. Nach Angaben der AMI hat das kalte Wetter auch andere Fruchtgemüse wie Tomaten, Paprika und Zucchini verteuert. Grund dafür sind geringere Erntemengen, die das Angebot einschränken. In deutschen Supermärkten ist der Anteil an Premiumware daher derzeit besonders niedrig, zudem bewerben Händler die Produkte wegen der knappen Verfügbarkeit deutlich seltener. Den Höhepunkt der Preisentwicklung sehen Experten jedoch als überschritten an. Wegen der gestiegenen Preise hätten Verbraucherinnen und Verbraucher zuletzt weniger Gurken und Paprika gekauft, sagte AMI-Expertin Held. Mittelfristig sei daher wieder mit sinkenden Preisen zu rechnen.