Lebensmittel: Salatgurken verteuern sich drastisch

Datum19.01.2026 11:14

Quellewww.zeit.de

TLDRSalatgurkenpreise sind in Deutschland aufgrund eines knappen Angebots aus Südspanien und den Niederlanden stark gestiegen. Winterliche Witterungsverhältnisse haben die Ernte beeinträchtigt, wodurch die Preise im Dezember um 43 Prozent im Vergleich zum Vormonat und um 80 Prozent verglichen mit Oktober anstiegen. Experten der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) prognostizieren, dass die Preissteigerung ihren Höhepunkt erreicht hat, und mittelfristig wieder ein Preisrückgang zu erwarten ist, da Verbraucher weniger kaufen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Lebensmittel“. Lesen Sie jetzt „Salatgurken verteuern sich drastisch“. Für Salatgurken müssen Verbraucher in Deutschland derzeit besonders tief in die Tasche greifen. Ein knappes Angebot aus wichtigen Anbaugebieten in Südspanien und den Niederlanden hat die Preise bei Supermärkten und Discountern stark nach oben getrieben. Ursache sind die winterlichen Witterungsverhältnisse, sagt Gabriele Held, Marktexpertin der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI). In Spanien folgte nach einem langen, warmen Spätsommer ein heftiger Temperatursturz. Dadurch seien die Kulturen geschwächt worden. "Bei Nachttemperaturen von weniger als 10 Grad wachsen Gurken nicht gut", so Held. In den unbeheizten Produktionsanlagen entwickelten sich die Pflanzen nur sehr langsam. Auch das Angebot aus den Niederlanden ist begrenzt. Im Dezember waren Salatgurken laut Statistischem Bundesamt hierzulande 43 Prozent teurer als im Vormonat. Gegenüber dem Oktober stiegen die Preise sogar um gut 80 Prozent. Laut AMI verteuert das kalte Wetter auch anderes Fruchtgemüse wie Tomaten, Paprika und Zucchini, weil die Erntemengen kleiner ausfallen. In deutschen Geschäften ist deshalb vor allem der Anteil an Premiumware gering. Wegen des knappen Angebots haben Händler die Ware zuletzt deutlich seltener beworben. Der Höhepunkt der Preisentwicklung dürfte nach Einschätzung der Experten jedoch überschritten sein. Verbraucherinnen und Verbraucher hätten angesichts der gestiegenen Preise weniger Gurken und Paprika gekauft, sagt Held. Mittelfristig dürfte das Gemüse daher wieder günstiger werden. © dpa-infocom, dpa:260119-930-565221/1