Datum19.01.2026 11:15
Quellewww.zeit.de
TLDRUS-Präsident Donald Trump lädt Wladimir Putin und andere Staatsoberhäupter zum Gaza-Friedensrat ein, der für den Wiederaufbau und Frieden im Gazastreifen vorgesehen ist. Das Gremium soll laut Trump auch zur globalen Konfliktlösung dienen. Gelder in Höhe von einer Milliarde US-Dollar sichern einem Staat einen unbefristeten Sitz im Rat. Kritiker sehen mögliche Konkurrenz zu den Vereinten Nationen. Eingeladene Staatsoberhäupter umfassen unter anderem die Führer von Türkei, Ägypten und Ungarn.
InhaltDie Liste der eingeladenen Staats- und Regierungschefs zu Trumps Friedensrat für Gaza wird länger. Auch Wladimir Putin ist nach russischen Angaben dabei. Nach Vorstellungen von US-Präsident Donald Trump soll auch der russische Staatschef Wladimir Putin Mitglied im sogenannten Gaza-Friedensrat werden. Das teilte ein Kreml-Sprecher mit und bestätigte die Einladung. Demnach prüfe Russland den Vorschlag und hoffe diesbezüglich mit den USA Kontakt aufzunehmen. Der Friedensrat ist eigentlich für den Wiederaufbau und einen Friedensprozess im Gazastreifen vorgesehen. Das Mandat des UN-Sicherheitsrates dafür gilt nur bis zum Jahr 2027 und betrifft ausschließlich den Gaza-Konflikt. Trump will daraus laut übereinstimmenden Medienberichten aber ein Gremium zur weltweiten Konfliktlösung machen. Die Eingeladenen hätten die Ehre, durch "Vorbild zu führen" und "brillant" in eine sichere und wohlhabende Zukunft zu investieren, heißt es in dem Brief. Die Einladung gehe deshalb an "wundervolle und engagierte" Partner. Diese könnten einen Repräsentanten ernennen, der dem von ihm geführten Rat angehören solle. Wenn ein Staat eine Milliarde US-Dollar zahlt, sichert er sich nach den Plänen von Trump unbefristet einen Sitz in dem Rat. Kritiker sprechen schon von einer möglichen Konkurrenz zu den Vereinten Nationen, die Trump immer wieder als dysfunktional kritisiert. Die Bundesregierung und andere führende europäische Länder reagierten zunächst nicht auf den Brief. Einladungen erhielten etwa der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi, Argentiniens Präsident Javier Milei und Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.