Veganuary und Co: Wie kommt der vegane Januar im Bratwurstland Thüringen an?

Datum18.01.2026 12:35

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Veganuary findet in Thüringen kaum Anklang, wie der Geschäftsführer des Gaststättenverbands Dehoga, Dirk Ellinger, berichtet. Trotz eines generellen Trends zu gesünderer Küche, verstärkt durch internationale Azubis, bleibt der Verzicht auf Alkohol und veganes Essen im Januar unpopulär. Viele Gastwirte zeigen kaum Interesse an diesen Vorstößen, während das Thema Allergien zunehmend wichtiger wird, was zusätzliche Kosten verursacht. Ellinger betont, dass die traditionelle Bratwurst weiterhin ihren Platz haben sollte.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Veganuary und Co“. Lesen Sie jetzt „Wie kommt der vegane Januar im Bratwurstland Thüringen an?“. Die Januar-Trends "Veganuary" oder "Dry January" kommen bei den Gastronomen in Thüringen kaum an. "Ein Januarloch verzeichnen wir immer, das ist normal", sagte der Geschäftsführer des Gaststättenverbands Dehoga, Dirk Ellinger. Der Verzicht auf alkoholische Getränke oder nur veganes Essen im Januar sei hingegen kein großes Thema. Das Durchhaltevermögen für solche Vorsätze scheine gering zu sein.  Generell sei aber schon ein Trend hin zur gesunden Küche erkennbar. Das liege auch daran, dass viele internationale Azubis in Thüringen ihr Handwerk lernen, so Ellinger. "Wenn man sich die asiatische Küche anguckt, das ist viel gesünder." Die jungen Menschen seien in der Ausbildung auch viel offener und die Koch-Azubis probierten viel aus. "Das wird Deutschland prägen." Natürlich gebe es aber immer noch Gastwirte, die sich auf das Thema nicht einlassen wollten, sagte er. Das gehöre auch zur Vielfalt. "In Thüringen sollten wir auch nie ganz von der Bratwurst abschwören." Ob Gluten, Laktose oder Erdnüsse: Auch das Thema Allergien sei bei den Gastronomen immer präsenter, so Ellinger. "Die Betroffenheit wird immer größer. Das hatten wir früher so nicht." Für Veranstaltungen müssten inzwischen immer mehr verschiedene Essen zubereitet werden. Das koste auch extra Geld. © dpa-infocom, dpa:260118-930-561740/1