Im Harz steht ein über elf Meter hoher Riesenschneemann - Soll keine Konkurrenz zu Bischofsgrün sein

Datum18.01.2026 12:37

Quellewww.spiegel.de

TLDRIm Harz wurde mit 300 Kubikmetern Schnee ein über 11 Meter hoher Riesenschneemann, „Lars der Große“, erbaut. Das Kunstwerk entstand mit Hilfe von 30 Helfern und wurde von Lydia Böttcher und ihrem Mann initiiert, nachdem sie von der Tradition in Bischofsgrün erfuhren. Der Bau diente nicht als Wettbewerb, sondern der Nutzung der Schneeüberschüsse auf einem Campingplatz. Der Schneemann ist mit einem 3 Meter hohen Zylinder und einem 15 Meter langen Schal ausgestattet und wird voraussichtlich lange stehen bleiben.

InhaltWohin mit den Schneemassen? Ein Paar aus dem Harz errichtete daraus mit rund 30 Helfern ein Kunstwerk. Die Schöpferin, sichtlich zufrieden: "Norddeutsche sehen sonst nie im Leben einen so großen Schneemann." Aus rund 300 Kubikmeter Schnee haben die Betreiber eines Campingplatzes im Oberharz einen Riesenschneemann gebaut. Er sei 11,50 Meter hoch und wohl "tatsächlich Norddeutschlands größter Schneemann geworden", sagte Lydia Böttcher, die Betreiberin des Platzes in Hahnenklee. Allein der Zylinder, den die Riesenfigur trägt, sei drei Meter hoch. Der Schnee stamme zur Hälfte vom Campingplatz, den Rest habe der Winterdienst hertransportiert. Beim Bau seien rund 30 Helfer im Einsatz gewesen, darunter die Feuerwehr, Spezialisten für Baufahrzeuge, mehrere Camper sowie ein Teleskoplader. Zuvor hatte der NDR berichtet. Für den Schneemann sei zuerst eine vier Meter hohe Form aus Pfählen gebaut worden, dann ein Kreis aus Gerüstbohlen entstanden, in den der Schnee gekippt worden sei. Mithilfe eines Feuerwehrschlauches und viel Wasser wurde der Schnee  den Angaben zufolge verdichtet. Auf diese Konstruktion wurde dann der Kopf gesetzt: ein weiterer Kreis aus Gerüstbohlen, der mit Schnee gefüllt wurde. Darauf kam der Hut. Kopf und Bauch des Schneemannes wurden mit Schaufeln abgerundet und geformt. Augen, Nase und Mund sowie die Knöpfe sind aus Stahl angefertigt. Schließlich erhielt der Schneemann noch einen 15 Meter langen, selbst gehäkelten, grünen Schal – und einen Namen: Lars der Große. Inspiriert von Böttchers Mann, Lars Ruhm, der den Bau maßgeblich vorangetrieben hatte. Nach sieben Stunden Arbeit sei der Schneemann fertig gewesen, sagt Böttcher. "Und dann haben wir gefeiert." Die Idee zu dem Riesenschneemann sei ihr und ihrem Mann gekommen, als sie von der Tradition des Riesenschneemanns in Bischofsgrün im Fichtelgebirge gehört hätten, sagte sie. Dort wird jedes Jahr zur Karnevalszeit ein Riesenschneemann gebaut. Es sei ihnen nicht um Wettbewerb gegangen, betont Böttcher, sondern um die Frage: Wohin mit dem vielen Schnee auf dem Campingplatz? Und: "Norddeutsche sehen sonst nie im Leben einen so großen Schneemann." Derzeit herrsche "richtig Frost", daher dürfte der XXL-Schneemann wohl noch eine Weile stehen.