Erstmals Mann als Erntehoheit: Erntekönig schwärmt von Trecker-Romantik und träumt von KI

Datum18.01.2026 06:00

Quellewww.zeit.de

TLDRChristian Braune, der erste männliche Erntekönig Brandenburgs, vertritt die Landwirtschaft und betont die Vorzüge seines Berufs, wie die Arbeit in der Natur und die Schönheit der Landschaft. Der 29-Jährige aus Nuthetal ist begeistert von moderner Technik und interessiert sich für Künstliche Intelligenz zur Verbesserung seiner landwirtschaftlichen Praxis. Trotz der Herausforderungen für Agrarbetriebe liebt er seinen Job und ist aktiv auf Instagram. Er betrachtet auch die Fernsehsendung "Bauer sucht Frau" humorvoll in seinem Freundeskreis.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Erstmals Mann als Erntehoheit“. Lesen Sie jetzt „Erntekönig schwärmt von Trecker-Romantik und träumt von KI“. Er ist auch im Getümmel der Grünen Woche kaum zu übersehen: Der mehr als zwei Meter große Landwirt Christian Braune ist in den Messehallen mit Schärpe und Krönchen unterwegs. Der 29-Jährige aus Nuthetal (Kreis Potsdam-Mittelmark) ist Brandenburgs Erntekönig. Er erzählt, warum er den Job als Landwirt liebt und manchmal "Bauer sucht Frau" in seiner Clique ein Thema ist.  "Wir arbeiten mit der Natur an der frischen Luft", sagt Braune und schwärmt schon mal von den romantischen Seiten der Landwirtschaft. "Wir haben von der Treckerkabine aus die schönste Aussicht auf Sonnenauf- und Sonnenuntergänge." Brandenburg hat mit Braune zum ersten Mal einen Mann als Erntehoheit. Der Junglandwirt war im vergangenen Jahr zum neuen Repräsentanten der Landwirtschaft Brandenburgs gewählt worden.  Trotz finanzieller Herausforderungen für Agrarbetriebe, Bürokratie und gesellschaftlichen Drucks wolle er keinen anderen Job, erzählt der Junglandwirt, der viel auf Instagram aktiv ist. "Man hat eine hohe Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, und es ist wunderschön, mit moderner Technik zu arbeiten."  Bauer Braune baut auf einem Bio-Hof Getreide und vor allem Kürbis an, der per Hand geerntet werden muss. Dabei liebäugelt er mit dem Technikfortschritt etwa für die mühsame Unkrautbekämpfung auf dem Kürbisfeld. "Nach einer Reihe habe ich Blasen an den Händen." Maschinen mit Künstlicher Intelligenz seien kostspielig, aber eine Erleichterung. "Da hätte ich schon Lust drauf."  Und was hält der Junglandwirt eigentlich von der TV-Kuppelshow "Bauer sucht Frau"? Die schalte er schon ab und zu ein. Und im Freundeskreis ist die Sendung durchaus Thema: "Meine Freunde scherzen, dass sie mich anmelden, wenn ich mit 30 noch keine Freundin habe." © dpa-infocom, dpa:260118-930-560434/1