Wiederaufbau: Nach Jahrhundertflut: Schule zieht zurück in ihr Gebäude

Datum18.01.2026 04:30

Quellewww.zeit.de

TLDRViereinhalb Jahre nach der Flutkatastrophe von 2021 kehren Schüler und Lehrer der Realschule Patternhof in Eschweiler zurück in ihr saniertes Gebäude. Der Unterricht beginnt am Montag nach umfangreichen Renovierungsarbeiten, die 24,5 Millionen Euro kosteten und durch Bundes- und Landesmittel finanziert wurden. Die Sanierung umfasste bedeutende Modernisierungen, darunter eine neue Bibliothek und umgestaltete Naturwissenschaftsräume. Während der Bauarbeiten fand der Unterricht in Containern statt. Die Jahrhundertflut hatte in der Region verheerende Schäden und mehr als 180 Todesopfer verursacht.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wiederaufbau“. Lesen Sie jetzt „Nach Jahrhundertflut: Schule zieht zurück in ihr Gebäude“. Viereinhalb Jahre nach der Flutkatastrophe können die Schüler und Lehrer der Realschule in Eschweiler bei Aachen zurück in ihr Gebäude. Am Montag soll der Unterricht in der sanierten Schule starten, wie die Stadt mitteilte. "Das ist für die Schulgemeinschaft natürlich ein ganz besonderer Tag", sagte ein Sprecher. Derzeit besuchen knapp 770 Schülerinnen und Schüler die Realschule Patternhof. Die Schule war bei der Jahrhundertflut im Juli 2021 schwer beschädigt worden. Die Sanierung gestaltete sich aufwendig, manche Bereiche mussten laut Stadt bis in den Rohbauzustand zurückversetzt werden. Die Kosten beliefen sich auf 24,5 Millionen Euro. Das Geld stammt aus dem Wiederaufbauplan von Bund und Land.  Während der Sanierung zog die Schule zunächst in ein Schulgebäude in Würselen um. Seit 2023 fand der Unterricht in Containern statt. Nun kann der gesamte Schulbetrieb im Stammgebäude starten. Einzelne Bauabschnitte sollen noch bis Mitte des Jahres fertiggestellt werden.  Im Zuge der Sanierung sei das Gebäude für neue pädagogische Konzepte modernisiert worden, berichtete die Stadt. So sei die Bibliothek zu einem offenen Lernort geworden und die Naturwissenschaftsräume seien komplett umgestaltet worden.  Die 60.000-Einwohner-Stadt Eschweiler am Flüsschen Inde war von der Flut stark betroffen. Unter anderem wurde damals in einer dramatischen Rettungsaktion ein Krankenhaus mit 300 Patienten evakuiert, das durch das Wasser komplett lahmgelegt worden war.  Bei der Hochwasser-Katastrophe starben mehr als 180 Menschen. In Nordrhein-Westfalen gab es 49 Todesopfer. © dpa-infocom, dpa:260118-930-560245/1