Datum18.01.2026 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Jugendkriminalität in Dresden ist 2025 laut vorläufigen Polizeizahlen gesunken, mit 6.227 registrierten Straftaten und 4.605 Tatverdächtigen, im Vergleich zu 6.860 Fällen und 5.024 Tatverdächtigen im Jahr 2024. Die seit 2022 bestehende Soko Iuventus bearbeitete 106 Ermittlungsverfahren, vorrangig wegen Raubdelikten. Im Freistaat Sachsen stieg jedoch die Gewaltkriminalität insgesamt, mit 9.703 erfassten Gewaltdelikten und einem Anstieg bei jugendlichen Tatverdächtigen. Weitere landesweite Statistiken sind für April 2025 zu erwarten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „Jugendkriminalität in Dresden 2025 gesunken“. Die Jugendkriminalität in Dresden ist 2025 laut vorläufigen Polizeizahlen zurückgegangen. Wie aus Zahlen der Polizeidirektion Dresden hervorgeht, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 6.227 Straftaten im Bereich Jugendkriminalität mit 4.605 Tatverdächtigen registriert. 2024 waren es 6.860 Fälle und 5.024 Tatverdächtige. Von der seit 2022 bestehenden Soko Iuventus, die wegen eines starken Anstiegs von Raubstraftaten in der Landeshauptstadt gegründet wurde, wurden insgesamt 106 Ermittlungsverfahren bearbeitet. In 71 Fällen ging es dabei um Raubdelikte. In den Vorjahren waren deutlich mehr Verfahren eingeleitet worden: 2022 registrierte die Polizei 87 Ermittlungsverfahren wegen Raub- und Gewaltstraftaten, 2023 waren es 204, 2024 dann 127 Verfahren. Die Soko Iuventus setzt neben der Strafverfolgung auch auf Prävention. So klären die Ermittler in Schulen Lehrer und Eltern auf und sensibilisieren für das Thema. Landesweite Zahlen für 2025 liegen bislang nicht vor. Das Landeskriminalamt Sachsen verwies darauf, dass die polizeiliche Kriminalstatistik für 2025 voraussichtlich Anfang April vorgestellt wird. Im Freistaat insgesamt hatten die Sicherheitsbehörden 2024 eine deutliche Zunahme der Gewaltkriminalität registriert. Laut Kriminalitätsstatistik wurden 9.703 Gewaltdelikte erfasst (2023: 9.151). Unter den Tatverdächtigen bei Gewaltkriminalität waren 653 Kinder und 1.442 Jugendliche - ein Plus von 34,6 beziehungsweise 16,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. © dpa-infocom, dpa:260118-930-560201/1