Österreich: Skitourismus - fünf Menschen bei Lawinen in Österreich gestorben

Datum17.01.2026 20:36

Quellewww.spiegel.de

TLDRIn Österreich sind am Samstag fünf Menschen bei Lawinenabgängen gestorben, während sie im Skigebiet unterwegs waren. Ein Vorfall ereignete sich am Finsterkopf, wo eine Lawine eine Gruppe von Skitourengehern erfasste, von denen vier tot geborgen wurden. Eine weitere Frau starb in der Nähe von Bad Hofgastein. Die Bergrettung warnt vor erheblicher Lawinengefahr, da die Schneeschichten instabil sind. Behörden fordern Skitourengeher zur Vorsicht auf, da in den letzten Wochen mehrere Lawinentote in den Alpen verzeichnet wurden.

InhaltIn den Alpen gilt derzeit erhebliche Lawinengefahr. In Österreich wurden am Samstag mehrere Menschen beim Skifahren von Lawinen überrascht. Fünf von ihnen konnten nur tot geborgen werden. Fünf Menschen sind in Österreich bei Lawinenabgängen ums Leben gekommen. Am Samstagnachmittag ging der Bergrettung Salzburg zufolge eine Lawine am 2150 Meter hohen Finsterkopf im Großarltal im Bundesland Salzburg nieder. Sieben Skitourengeher seien dabei verschüttet worden. Vier Mitglieder der Gruppe konnten laut Bergrettung nur noch tot geborgen werden. Die anderen wurden teils schwer verletzt. Kurz zuvor war eine Frau, die zusammen mit ihrem Ehemann unterwegs war, im Raum Bad Hofgastein von einer Lawine erfasst worden. Auch sie starb unter den Schneemassen. In beiden Fällen sind Herkunft und Alter der Toten und Verletzten noch unklar. "Die Lawinenlage ist heikel", sagte eine Sprecherin der Bergrettung. Alt- und Neuschnee seien schlecht miteinander verbunden, sodass sich immer wieder Lawinen lösten. "Diese Tragödie zeigt schmerzhaft, wie ernst die aktuelle Lawinenlage ist", sagte der Bezirksleiter der Bergrettung Pongau, Gerhard Kremser. Bei den Unglücken war ein Großaufgebot an Rettern im Einsatz. 90 Bergretter und -retterinnen, weitere Hilfskräfte und mehrere Hubschrauber haben den Angaben nach geholfen, die Toten zu bergen und die Verletzten in Krankenhäuser zu fliegen. Nach mehreren Wochen ohne Schneefällen waren in den österreichischen Alpen jüngst regional rund 20 bis 50 Zentimeter Schnee gefallen. Zuletzt starben ein junger Tscheche und ein Mann noch unbekannter Identität bei zwei Lawinenunglücken im freien Skiraum. Die Behörden appellieren immer wieder an die Skitourengeher, äußerst vorsichtig zu sein. Zuletzt hatte es immer wieder Lawinentote in den Alpen gegeben. Von den Allgäuer Alpen in Bayern bis zu den französischen Alpen wurde vielerorts die Gefahrenstufe "Groß" ausgerufen. Es handelt sich um die zweithöchste von fünf Warnstufen.