Bahnverkehr: Minister: Bahn-Fahrgäste werden weiter leiden

Datum17.01.2026 18:34

Quellewww.zeit.de

TLDRBrandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert kündigt an, dass Bahnreisende in den nächsten Jahren unter Bauarbeiten leiden werden. Obwohl er die Notwendigkeit der Maßnahmen betont, kritisiert er lange Vollsperrungen, die die Pendler belasten. Tabbert fordert ein effizienteres Bauwesen, ähnlich dem ausländischer Modelle. Er plant, nach der Bildung einer neuen Landesregierung im Frühjahr zurückzutreten und sich karitativen Arbeiten sowie Hobbys zu widmen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bahnverkehr“. Lesen Sie jetzt „Minister: Bahn-Fahrgäste werden weiter leiden“. Auf Bahnreisende kommen in den nächsten Jahren aus Sicht von Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert weiter Belastungen zu. "Mir ist klar, dass die kommenden Jahre schwierig werden, weil vielerorts gebaut wird", sagte der frühere und nun parteilose Politiker der "Berliner Zeitung". "Schon heute bilden Bahn-Nutzer eine Leidensgemeinschaft, zu der ich mich auch zähle. Auch in den nächsten fünf Jahren werden viele Fahrgäste leiden. Doch die Bahn muss bauen. Es geht nicht anders." Tabbert, der selbst gern Bahn fährt, kritisierte zugleich, monatelange Vollsperrungen ganzer Strecken wie Hamburg-Berlin dürfe es in Zukunft nicht mehr geben. "2026 und 2027 soll die Strecke Hannover - Berlin für mehrere Monate abschnittsweise gesperrt werden. Das schadet der Akzeptanz, weil es die Pendler enorm belastet."  Der kostspielige Schienenersatzverkehr werde außerdem auf vielen Abschnitten kaum genutzt, sagte der Minister der Zeitung. "Busse fahren warme Luft von A nach B. Im Ausland wird viel mehr unter dem rollenden Rad gebaut. Das ist mein Wunsch für die kommenden Projekte." Angesichts der Querelen beim BSW und dem Bruch der SPD/BSW-Koalition trat der Verkehrsminister in Brandenburg aus der Partei aus. Bis zur Bildung eines neuen Regierungsbündnisses will der 65-Jährige im Amt bleiben.  "Wenn die neue Landesregierung steht, werde ich den Posten verlassen. So, wie es aussieht, wird das in den nächsten Wochen der Fall sein. Noch im Frühjahr", sagte Tabbert der "Berliner Zeitung". Bereits vor Tagen hatte er erklärt, er plane, sich nach seinem Aus als Minister seinen vielen Hobbys zu widmen und karitative Arbeit zu leisten. © dpa-infocom, dpa:260117-930-559467/1