Lauberhorn-Abfahrt: Odermatt dominiert, Deutsche bangen um Olympiateilnahme

Datum17.01.2026 15:28

Quellewww.spiegel.de

TLDRMarco Odermatt aus der Schweiz hat die Lauberhorn-Abfahrt in Wengen gewonnen und seine Favoritenrolle für die Olympischen Winterspiele unterstrichen. Er setzte sich mit 0,79 Sekunden Vorsprung vor Vincent Kriechmayr durch. Die deutschen Speedfahrer enttäuschten und verpassten die Top 20; Simon Jocher wurde als 22. bester Deutscher. Luis Vogt und Romed Baumann haben die nationale Olympia-Norm noch nicht erfüllt. Die Abfahrt wurde aufgrund von Wind verkürzt. Weitere Speedrennen finden in Kitzbühel und Crans-Montana statt.

InhaltDer Schweizer Marco Odermatt unterstreicht seine Favoritenstellung für die Olympischen Winterspiele. Zwei Deutsche müssen hingegen kämpfen, um überhaupt dabei zu sein. Der Schweizer Ski-Star Marco Odermatt hat seinen nächsten Heimsieg eingefahren. Der Alpin-Dominator gewann die legendäre Lauberhorn-Abfahrt in Wengen vor dem Österreicher Vincent Kriechmayr. Dritter wurde der Italiener Giovanni Franzoni, der am Freitag überraschend im Super-G triumphiert hatte. Die deutschen Speedfahrer verpassten die Top 20. Simon Jocher schaffte es als 22. immerhin noch in die Weltcup-Punkte. Luis Vogt als 37. und Romed Baumann als 45. enttäuschten hingegen ein weiteres Mal. Das Duo hat anders als Jocher die nationale Olympia-Norm noch nicht erfüllt. Auf seiner wegen Windes um 1,8 Kilometer verkürzten "Hausstrecke" siegte der 28 Jahre alte Weltcup-Dominator Odermatt mit 0,79 Sekunden Vorsprung vor Kriechmayr. Wegen des "Guggiföhns" war die längste Abfahrt im Weltcup rund 70 Minuten vor dem Start zur Sicherheit von 4,5 auf 2,7 Kilometer verkürzt worden. Los ging es deshalb direkt am "Hundschopf", dadurch fehlten die ersten 50 Fahrsekunden. Für Odermatt war es disziplinübergreifend bereits der siebte Saisonsieg. Vor einer Woche hatte er schon beim Riesenslalom in Adelboden einen Heimerfolg gefeiert. Auch Wengen bleibt ein Lieblingsort des viermaligen Gesamtweltcup-Siegers. Zum fünften Mal stand er dort nun ganz oben auf dem Podest; zum vierten Mal in einer Abfahrt. 2022 hatte er den Super-G gewonnen. Die letzten Speedrennen vor den Winterspielen in Italien im Februar finden am kommenden Wochenende in Kitzbühel in Österreich und eine Woche darauf in Crans-Montana in der Schweiz statt.