Datum17.01.2026 15:06
Quellewww.zeit.de
TLDRArmin Laschet, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums, lobt Mario Draghi als großen Europäer und betont die Relevanz seines 2012 geäußerten Satzes "whatever it takes" für die aktuelle Wettbewerbsfähigkeit Europas. Draghi, der den Euro während der Krise rettete, habe mit seinem Draghi-Report wichtige Handlungsempfehlungen vorgelegt. Laschet fordert, diese Konzepte umzusetzen, um die Handlungsfähigkeit Europas zu stärken. Zudem kritisiert er die Aussagen von Donald Trump zur Europäischen Union als historisch falsch und plädiert für eine starke europäische Wirtschaft.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Karlspreisträger“. Lesen Sie jetzt „Laschet: Draghis "whatever it takes" gilt heute mehr denn je“. Der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums, Armin Laschet, sieht den diesjährigen Preisträger Mario Draghi als großen Europäer, der 2012 "fast im Alleingang den Euro gerettet" habe. Draghi hatte damals auf dem Höhepunkt der Euro-Krise als Präsident der Europäischen Zentralbank gesagt, die EZB werde tun "whatever it takes" - was immer nötig ist - um die gemeinsame Währung zu sichern. "Sein Wort "whatever it takes" gilt heute mehr denn je", sagte Laschet der Deutschen Presse-Agentur. Draghi sei nicht nur ein Mann großer Verdienste in der Vergangenheit, sondern habe auch aktuell große Bedeutung. Mit seinem Draghi-Report zur Wettbewerbsfähigkeit Europas habe er genau die Handlungsempfehlung vorgelegt, die Europa jetzt zur Stärkung seiner Wettbewerbsfähigkeit benötige. "Deshalb müsste "whatever it takes" heute ein Leitmotto für die Kommission sein", sagte der CDU-Politiker. Die Botschaft laute: "Überwindet das Klein-klein. "Whatever it takes" gilt jetzt für Wettbewerbsfähigkeit und Handlungsfähigkeit Europas - setzt das um, was Mario Draghi in seinem Bericht gefordert hat." Was die USA betreffe, so sei es historisch falsch, wenn Präsident Donald Trump sage, die Europäische Union sei gegründet worden, um Amerika über den Tisch zu ziehen. "Das europäische Einigungswerk am Anfang wäre ohne den Marshallplan und die Unterstützung der USA gar nicht möglich gewesen", sagte Laschet. Auch für Trump gelte, dass er vor allem Stärke wahrnehme, und deshalb müsse Europa wirtschaftlich so stark sein, dass es sich nichts diktieren lassen müsse. Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als wichtigste Auszeichnung für Verdienste um die europäische Einigung. © dpa-infocom, dpa:260117-930-558646/1