Datum17.01.2026 14:32
Quellewww.zeit.de
TLDRMehrere tausend Menschen demonstrierten während der Grünen Woche in Berlin unter dem Motto "Wir haben es satt!" für eine umwelt- und tiergerechte Agrarpolitik. Ein Bündnis aus 60 Initiativen forderte von der schwarz-roten Bundesregierung eine Wende in der Landwirtschaft, klagte über die Streichung von Förderungen für bessere Tierhaltung und kritisierte die Verwässerung des Düngerechts. Teilnehmer forderten unter anderem "Bauernhöfe statt Agrarindustrie" und protestierten gegen Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit, während mehr als 670 Millionen Menschen weltweit hungern.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Grüne Woche“. Lesen Sie jetzt „"Wir haben es satt!" – Demonstration für andere Agrarpolitik“. Mehrere tausend Menschen haben parallel zur Grünen Woche für eine umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft demonstriert. Unter dem schon in den vergangenen Jahren genutzten Motto "Wir haben es satt!" versammelten sie sich am Mittag am Brandenburger Tor und zogen durch das Regierungsviertel. Aufgerufen hatte ein Bündnis aus rund 60 Initiativen aus der Landwirtschaft und der Tier- und Umweltschutzbewegung. Die Veranstalter wollten eine konkrete Zahl von Teilnehmern im Laufe des Tages veröffentlichen. Auch etwa 25 Traktoren waren aufgefahren und nahmen teil. Viele Plakate unter anderem von Öko-Landwirten waren zu sehen. "Bauernhöfe statt Agrarindustrie", stand auf einem Banner. "Haltung zeigen", "Agrarwende"und "Zukunftsfähige Landwirtschaft" auf anderen. "Die schwarz-rote Bundesregierung macht eine Agrarpolitik von vorgestern und gefährdet unsere Zukunft", kritisierten die Veranstalter. Die Koalition aus Union und SPD habe die Förderung einer besseren Tierhaltung gestrichen und verschleppe die Einführung einer staatlichen Tierhaltungskennzeichnung. Das Düngerecht werde verwässert, so gefährde man den Schutz des Trinkwassers. Zudem werde in einer Welt mit mehr als 670 Millionen hungernden Menschen das Geld für die Entwicklungszusammenarbeit gekürzt. © dpa-infocom, dpa:260117-930-558558/1