Datum17.01.2026 14:22
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Umweltamt plant einen Durchflusstest im Spreewald, um die Hochwassersicherheit des Orts Burg zu überprüfen. Experten wollen herausfinden, ob die Spree und der Südumfluter bei steigendem Wasserstand noch als Hochwasserableiter funktionieren. Ein etwa zehntägiger Test im ersten Quartal 2023 soll die Durchflusskapazitäten untersuchen und mögliche Verbesserungsmaßnahmen aufzeigen. Aktuell sind die Fertigstellung des Tests und die Sperrung der Gewässer von Wetterbedingungen und der Füllstände der Talsperren abhängig. Ein Bürgertelefon wird für Meldungen zu möglichen Überflutungen eingerichtet.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Überflutungsgefahr“. Lesen Sie jetzt „Umweltamt will Hochwasserschutz im Spreewald testen“. Ist der Spreewald-Ort Burg ausreichend vor Hochwasser geschützt? Experten des Landesamtes für Umwelt bereiten einen umfangreichen Durchflusstest für die Spree und den Südumfluter - ein Wasserweg - vor. Damit will die Behörde Erkenntnisse gewinnen, ob bei steigendem Wasserstand beide Gewässer noch ausreichend als Hochwasserableiter funktionieren. "Mit einem circa zehntägigen Feldversuch im ersten Quartal dieses Jahres soll untersucht werden, welche Durchflüsse die Gewässer schadlos abführen können und welche Maßnahmen gegebenenfalls erforderlich sind, um deren Durchflusskapazitäten zu verbessern", teilte das Umweltministerium mit. Bei Hochwasser und hohen Fließgeschwindigkeiten soll ein Teil des Wassers über die Spree und über den Südumfluter durch die Ortslage von Burg geleitet werden. "In den letzten Jahren haben sich die Durchflusskapazitäten in diesen beiden Gewässern offensichtlich verringert", hieß es. Charakteristisch für den Spreewald ist ein Netz aus Verzweigungen der Spree und künstlich angelegten Wasserwegen. Noch ist unklar, ob und wann der Test durchgeführt werden kann. Dafür müssen unter anderem Talsperren ausreichend gefüllt sein. Es soll auch eisfreies Wetter herrschen. "Aufgrund der geringen Niederschläge der vergangenen Monate besteht beim Füllstand der Talsperren noch großer Aufholbedarf." Die Vorbereitungen für den Durchflusstest werden laut Behörden aber getroffen. Aufgrund der erhöhten Wasserstände und Fließgeschwindigkeiten müssen die Gewässer für den Zeitraum des Testes gesperrt werden. Außerdem wird ein Bürgertelefon eingerichtet, über das Beobachtungen zu möglichen Ausuferungen gemeldet werden können, wie das Ministerium ankündigte. © dpa-infocom, dpa:260117-930-558507/1