Elfjähriger soll Vater wegen Nintendo-Verbots erschossen haben

Datum17.01.2026 13:14

Quellewww.spiegel.de

TLDREin elfjähriger Junge aus Pennsylvania wird beschuldigt, seinen Vater erschossen zu haben, nachdem es einen Streit um die Spielkonsolenzeit gab. Der Vorfall ereignete sich am 13. Januar, als der Junge, wütend über das Verbot, nach seiner Nintendo Switch suchte und stattdessen die Waffe des Vaters fand. Er gab zu, den Schuss abgefeuert zu haben, ohne an die Konsequenzen zu denken. Schusswaffenunfälle mit Kindern sind in den USA häufig; diese sind seit 2020 die häufigste Todesursache für Kinder und Jugendliche.

InhaltDer Notruf kam mitten in der Nacht: Im US-Bundesstaat Pennsylvania ist ein Mann tot in seinem Bett aufgefunden worden. Der mutmaßliche Täter ist sein eigener Sohn – zuvor hatte es Streit um Spielkonsolenzeit gegeben. Ein Junge soll in den USA nach einem Streit um seinen Nintendo den eigenen Vater erschossen haben. Das berichtet unter anderem der "Guardian"  . Die Tat ereignete sich demnach am 13. Januar in einem Haus im US-Bundesstaat Pennsylvania. Um 3:20 Uhr in der Nacht sei ein Notruf wegen eines "nicht ansprechbaren Manns" eingegangen, heißt es in dem Bericht. Die Einsatzkräfte hätten nur noch den Tod des 42-Jährigen feststellen können. Er habe in seinem Bett gelegen und eine Schussverletzung am Kopf gehabt. Laut der Polizei sei der Schuss abgefeuert worden, nachdem der Mann sich gemeinsam mit seiner Frau schlafen gelegt hatte. Der elfjährige Sohn des Manns soll nach der Tat zu seiner Mutter gesagt haben: "Ich habe Papi umgebracht." Den Ermittlern habe er gesagt: "Ich habe jemanden erschossen." Der Junge habe angegeben, einen guten Tag mit seinen Eltern verbracht zu haben. Er sei allerdings "wütend" geworden, als ihm sein Vater sagte, es sei Zeit, ins Bett zu gehen. Nachts habe er nach seiner Nintendo Switch gesucht, die ihm zuvor abgenommen worden war. Dafür habe er auch den Schrank seines Vaters mit einem Schlüssel geöffnet, in dem dieser seine Waffe verwahrte. Sein Spielgerät entdeckte der Elfjährige demnach nicht – dafür aber eine Pistole. Er habe dann damit auf seinen Vater gefeuert, gab der Junge an. Als die Ermittler ihn fragten, was er denn geglaubt habe, was passieren würde, habe der Junge nur gesagt, darüber habe er nicht nachgedacht. Er sei wütend gewesen. In den USA kommt es immer wieder zu Vorfällen, bei denen Kinder andere Menschen erschießen. Meist geschieht das unbeabsichtigt. Verletzungen durch Schusswaffen sind außerdem seit 2020 die häufigste Todesursache bei Kindern und Jugendlichen in den USA, wie eine Studie zeigt.