Koalitionsbruch in Brandenburg: CDU-Landeschef: Keine Zeit für Streit in neuer Koalition

Datum17.01.2026 10:47

Quellewww.zeit.de

TLDRDie CDU Brandenburg sieht in den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen mit der SPD die Chance für einen politischen Neuanfang. Landeschef Jan Redmann betont, dass beide Parteien verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen wollen. Die Gespräche beginnen nächste Woche, wobei der Fokus auf drängenden Themen wie wirtschaftlicher Entwicklung und Bildung liegt. Redmann fordert eine Zusammenarbeit ohne parteipolitische Streitigkeiten, um die Probleme der Bürger effektiv anzugehen und auch Wähler, die CDU oder SPD nicht unterstützen, von der Handlungsfähigkeit der neuen Koalition zu überzeugen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Koalitionsbruch in Brandenburg“. Lesen Sie jetzt „CDU-Landeschef: Keine Zeit für Streit in neuer Koalition“. Die CDU Brandenburg sieht mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen mit der SPD eine große Chance für einen politischen Neuanfang. Beide Parteien wollten verloren gegangenes Vertrauen in die Politik zurückgewinnen und Handlungsfähigkeit beweisen, sagte der CDU-Landesvorsitzende Jan Redmann im RBB-Inforadio.  "Wir sind uns der Verantwortung, die wir da gerade haben, sehr bewusst, wenn man in die Umfragen schaut. Die Frustration über Politik, die Politikverdrossenheit, die ist ja sehr hoch." SPD und CDU haben in Brandenburg nach dem Scheitern der einzigen bundesweiten SPD/BSW-Koalition den Weg für Koalitionsverhandlungen geebnet. Sie beginnen in der kommenden Woche.  Mit Blick auf die verbleibenden dreieinhalb Jahre bis zur nächsten Landtagswahl sei klar, dass keine Zeit für parteipolitische Reibereien bleibe, sagte Redmann. CDU und SPD müssten sich auf Maßnahmen verständigen, die "am Ende auch bei den Menschen spürbar sind". Der CDU-Politiker: "Das ist der Geist, in dem da gerade auch die Gespräche laufen."  Die Aufgabe einer neuen Koalition sei, anders zu arbeiten als diese bisherige Koalition. "Diese Politik, die sich nur im Streit verfängt, die sich mit sich selbst beschäftigt, die wollen die Menschen nicht mehr", so Redmann im RBB-Inforadio. "Sie wollen, dass wir zeigen, dass wir verstanden haben, wie groß viele Probleme im Land sind, und dass sie die Ernsthaftigkeit spüren, dass diese Koalition und dann die neue Landesregierung diese Probleme auch abarbeitet."  Besonders drängend seien aus Sicht vieler Brandenburger Fragen zur wirtschaftlichen Entwicklung, die Sicherung von Arbeitsplätzen, ein besseres Bildungssystem sowie Stabilität und Sicherheit in Zeiten raschen Wandels. Die Menschen, die weder CDU noch SPD wählten, hätten den Glauben verloren, dass sie die Probleme lösen könnten, so Redmann. "Und diese Menschen eines Besseren zu belehren, sie zum Beispiel zu überraschen mit Handlungsfähigkeit dieser Koalition, das wird unsere Aufgabe sein."  Als Erstes wollten sich die Verhandler um den Haushalt kümmern und sich die Finanzlage des Landes anschauen, kündigte Redmann an. SPD-Generalsekretär Kurt Fischer hatte am Freitagabend gesagt: "SPD und CDU eint der gemeinsame Wille, unser Brandenburg nach vorne zu bringen und die großen Herausforderungen für unser Bundesland ambitioniert anzugehen." © dpa-infocom, dpa:260117-930-557748/1