Datum17.01.2026 10:13
Quellewww.spiegel.de
TLDRIn einer baden-württembergischen Stadt verursachte ein Biber erhebliche Schäden an einem bemerkenswerten Baum, was die Anwohner besorgt macht. Jan Friedmann berichtet über die weitreichenden Fraßschäden und die Überflutungen durch Biber in Bayern und Baden-Württemberg. Bürger fordern Maßnahmen, um den geschützten Biber in Schach zu halten, wobei einige radikale Methoden selbst in die Hand nehmen. Vorschläge zur Baum- und Landschaftsrettung, wie der Schutz der Bäume durch Maschendraht, werden diskutiert.
InhaltRückkehr des Bibers, umstrittenes Alzheimer-Medikament und der Fluch der Abnehmspritzen: Die Lese-Empfehlungen der Woche aus der Wissenschaftsredaktion des SPIEGEL. In der baden-württembergischen Kleinstadt, in der meine Familie und ich leben, gibt es mitten im Zentrum einen hübschen See, der sich in einer knappen halben Stunde umrunden lässt. Oft gehe ich mit oder ohne unseren Hund am Ufer entlang und freue mich unter anderem an den schönen Bäumen, die dort stehen. Kürzlich überkam mich beim Gassigehen allerdings ein Gefühl zwischen Wut und Trauer. Die wohl schönste Weide, die dort in den vergangenen Jahrzehnten herangewachsen war, hatte im Laufe der verhorigen zwei Nächten gewaltigen Schaden genommen. Schuld war kein Sturm und auch kein Umweltfrevler, sondern ein Biber. Weil mich (und viele meiner Mitbürger) der unwiederbringliche Verlust des Baumes schmerzte, habe ich mit großem Interesse den Text von Jan Friedmann gelesen. Der Korrespondent mit Sitz in München beschreibt darin, welchen Schaden das Nagetier vorrangig in seinem Bundesland und andernorts anrichtet. Der Kollege schreibt unter anderem über massive Fraßschäden an Bäumen mit weichem Holz wie etwa Weiden und Pappeln – und über aufgestaute Bäche, die Felder fluten und dadurch die Ernten verschlechtern. Vor allem in bayerischen und baden-württembergischen Kommunen wird daher überlegt, wie dem größten aller europäischen Nagetiere beizukommen ist. Klar ist, dass der Biber noch immer in der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie gelistet und streng geschützt ist. Es ist verboten, ihn zu bejagen und mit Schrot und Blei zu Leibe zu rücken, doch es deutet sich an, dass sich das ändern wird. Mancherorts nahmen Bürger das Gesetz bereits selbst in die Hand und töteten Jungtiere, unter anderem mit einer Armbrust. Derlei radikale Maßnahmen lehne ich ab, allerdings wünsche ich mir für "meinen" Stadtsee deutlich mehr Schutzmaßnahmen. Die herrliche Weide war dem scharfzahnigen Tier leider vollkommen schutzlos ausgeliefert und musste gefällt werden. Die Stadt will nun noch genauer hinschauen und einige der schönsten Bäume mit Maschendraht schützen. Welche anderen Maßnahmen es gibt, um den Biber Grenzen aufzuzeigen, lesen Sie hier. Herzlich, Ihr Guido Kleinhubbert Das Tier, dessen Augen hier unter dem Gehäuse hervorlugen, sieht nicht aus wie eine Schnecke, bewegt sich nicht wie eine Schnecke und hinterlässt auch keine Schleimspur wie eine Schnecke. Und doch ist es eine – die Große Fechterschnecke. Sie hüpft über den Meeresboden, ist etwa 30 Zentimeter lang und verbirgt eine scharfe Kralle unter ihrem Haus. Der Bestand der Fechterschnecke ist gefährdet. Forschende werben daher nun dafür, die Brutgebiete besser vor Fischern zu schützen, unter anderem vor der Küste Floridas. (Feedback & Anregungen? )