ESC-Debatte: Hape Kerkeling für Israels Teilnahme am ESC

Datum17.01.2026 06:45

Quellewww.zeit.de

TLDRHape Kerkeling unterstützt Israels Teilnahme am Eurovision Song Contest (ESC) und betont, dass Israel angegriffen wurde und sich verteidigt hat. In einem Podcast äußerte er, dass das Thema nicht auf der ESC-Tagesordnung stehen sollte. Der bevorstehende 70. ESC in Wien ist von einem Boykott einiger Länder geprägt, die gegen Israels Handlungen im Gazastreifen protestieren. Kerkeling erwähnte auch eine Umfrage zu den Publikumsstimmen, die manipuliert worden sein sollen, woraufhin die EBU die Abstimmungsregeln änderte.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „ESC-Debatte“. Lesen Sie jetzt „Hape Kerkeling für Israels Teilnahme am ESC“. Hape Kerkeling (61) findet es gut, dass Israel am Eurovision Song Contest (ESC) teilnimmt. "Natürlich gehört Israel dazu", sagte der Komiker und Buchautor in dem Podcast "Zwischen den Zeilen" mit Bettina Böttinger. "Das gehört einfach nicht auf die ESC-Tagesordnung, darüber zu sprechen. Israel wurde angegriffen, das steht zweifelsfrei fest. Nicht Israel hat angegriffen, sondern Israel wurde angegriffen und hat sich zur Wehr gesetzt", erklärte Kerkeling. "Ob man diese Mittel gerechtfertigt findet oder nicht, darüber kann man sicher streiten, aber es war zunächst erst mal die Defensive." Der kommende 70. Eurovision Song Contest in Wien stand monatelang unter dem Eindruck einer Debatte über die Teilnahme Israels. Aus Protest gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen boykottieren dieses Jahr Spanien, Irland, Island, die Niederlande und Slowenien das Musikereignis. Auslöser des Gaza-Kriegs war das Massaker der islamistischen Hamas und anderer Terroristen in Israel, bei dem am 7. Oktober 2023 etwa 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 verschleppt wurden. Kerkeling verwies auch darauf, dass Israel beim ESC 2025 auf Platz eins gelandet wäre, wenn nur die Stimmen des Publikums gezählt hätten. Kritiker behaupteten allerdings, die Publikumsstimmen seien manipuliert worden. Inzwischen hat die Europäische Rundfunkunion (EBU) die Abstimmungsregeln für den ESC geändert: So soll beim diesjährigen Wettbewerb in Wien die maximale Anzahl der abgebbaren Publikumsstimmen stärker begrenzt werden. © dpa-infocom, dpa:260117-930-557428/1