Datum17.01.2026 06:00
Quellewww.zeit.de
TLDRIm Bücherpodcast "Was liest du gerade?" diskutieren Iris Radisch und Adam Soboczynski David Szalays Roman "Flesh" (auf Deutsch "Was nicht gesagt werden kann"), der den Aufstieg des ungarischen István aus einer Plattenbausiedlung in die höchsten Kreise Londons thematisiert. Der Roman behandelt zentrale Fragen zu Liebe, Macht und der menschlichen Existenz. Zudem wird Bodo Kirchhoffs Liebesroman und Herman Melvilles Erzählung "Bartleby der Schreiber" vorgestellt, die moderne Lebenshaltungen thematisieren.
InhaltIn David Szalays Roman gerät István aus der Plattenbausiedlung in Londons höchste Kreise. Und er erkundet Liebe, Macht und Abgründe menschlicher Existenz. Der britische Booker Prize zählt zu den renommiertesten Literaturauszeichnungen weltweit. Erhalten hat ihn vor Kurzem David Szalay für seinen Roman Flesh, der auf Deutsch unter dem Titel Was nicht gesagt werden kann erschienen ist. Iris Radisch und Adam Soboczynski sprechen in der neuen Folge des Bücherpodcasts Was liest du gerade? über dieses hinreißende Werk. Es handelt von István, der mit seiner Mutter in einer ungarischen Plattenbausiedlung aufwächst – und auf verschlungenen Wegen in die höchsten Kreise Londons gerät. Gelingt ihm der soziale Aufstieg? Was bedeutet es heute, männlich zu sein? Ist er ein Mörder? Und wenn ja, trotzdem ein guter Mensch? Szalay führt uns in die Abgründe menschlicher Existenz. Was man auch über Bodo Kirchhoffs umfangreichen Liebesroman Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt sagen kann: Terese reist ihrem Mann nach Indien hinterher, um ihn mit seiner Geliebten zu erwischen. Kann das gut gehen? Unser Klassiker ist diesmal Herman Melvilles berühmte Erzählung Bartleby der Schreiber. Sie handelt vom großen Neinsager der Literatur: Sich im Bürojob jeder Tätigkeit zu verweigern, wird hier zum Lebensmotto der Moderne schlechthin. Unser Zitat des Monats kommt aus dem Erzählungsband Stories 2 der amerikanischen Schriftstellerin Joy Williams. Das Team von "Was liest du gerade?" erreichen Sie unter buecher@zeit.de. Literaturangaben: