Tödliche Arbeitsunfälle: 2025 verzeichnet das Lagus fünf tödliche Arbeitsunfälle

Datum17.01.2026 05:30

Quellewww.zeit.de

TLDRIm Jahr 2025 meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) fünf tödliche Arbeitsunfälle sowie einen Arbeitsunfall mit einem natürlichen Tod. Insgesamt wurden 70 schwere und tödliche Unfälle registriert, darunter 54 mit einem Verletzten und mehrere Massenunfälle. 2024 gab es bis Mitte Dezember sechs tödliche Unfälle. Das Baugewerbe verzeichnete die meisten Todesfälle. Die Lagus-Behörde untersucht die Ursachen von Arbeitsunfällen, um geeignete Maßnahmen zur Prävention zu ergreifen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tödliche Arbeitsunfälle“. Lesen Sie jetzt „2025 verzeichnet das Lagus fünf tödliche Arbeitsunfälle“. Fünf tödliche Arbeitsunfälle sind dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) im Jahr 2025 gemeldet worden. Hinzu kommt laut Lagus noch der Fall eines Arbeitnehmers, der am Arbeitsplatz eines natürlichen Todes gestorben ist. Im Jahr 2024 waren dem Lagus früheren Angaben zufolge bis Mitte Dezember sechs tödliche Arbeitsunfälle von Arbeitnehmern sowie ein tödlicher Unfall eines Selbstständigen gemeldet worden. Insgesamt erreichten das Lagus 2025 70 Mitteilungen über besonders schwere und tödliche Unfälle. Nach Untersuchungen vor Ort beziehungsweise im Nachhinein schlüsselt das Lagus diese zusätzlich zu den Todesfällen wie folgt auf: 54 besonders schwere Arbeitsunfälle mit je einem Verletzten, 3 Arbeitsunfälle mit je 2 besonders schwer Verletzten, zwei Massenunfälle mit 4 beziehungsweise 6 Verunfallten sowie 5 besonders schwere Wegeunfälle. Bis Mitte Dezember hatten die Behörde 2024 früheren Angaben zufolge 69 Mitteilungen über besonders schwere und tödliche Unfälle erreicht. 2023 gab es demnach 61 entsprechende Mitteilungen. Im vergangenen Jahr gab es laut Lagus im verarbeitenden Gewerbe 18 Unfälle mit 23 besonders schwer und einem tödlich Verletzten. Auch im Bereich Öffentliche Verwaltung, Erziehung/Unterricht, Gesundheitswesen und Sozialwesen gab es demnach 18 Unfälle, hier mit 22 besonders schwer Verletzten. Das Baugewerbe kommt bei 14 Unfällen mit 11 besonders schwer Verletzten und 3 tödlich Verletzten auf die meisten Todesfälle. Einen weiteren tödlichen Unfall gab es demnach im Bereich Energiewirtschaft und Wasserversorgung. Die Unfallanalyse, also die Klärung der Frage, auf welche Ursachen ein Arbeitsunfall oder ein Schadensfall zurückzuführen ist, gehört zu den Aufgaben der Abteilung Arbeitsschutz im Lagus. Das Amt ist zuständig für Unfälle von Arbeitnehmern. Dafür werden auch Unfallorte schnellstmöglich besichtigt.  Erst am Donnerstagabend waren bei einem Arbeitsunfall in einem Milchviehbetrieb in Groß Molzahn (Landkreis Nordwestmecklenburg) drei Mitarbeiter verletzt worden, einer von ihnen schwer. Nach Polizeiangaben kam es im Bereich des Melkkarussells zu einer Reaktion von zwei Chemikalien. Dadurch entstand ein Gas, das Augen- und Atemwegsreizungen bei den Männern verursachte. © dpa-infocom, dpa:260117-930-557305/1