Abfall: Wohin mit meinem Weihnachtsbaum – und was wird daraus?

Datum17.01.2026 04:00

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Artikel informiert über die Entsorgung von Weihnachtsbäumen nach den Feiertagen. In vielen Städten gibt es Abfuhrtermine, aber auch Sammelstellen für Bäume, die nicht rechtzeitig abgeholt wurden. Die Abholung erfolgt meistens ohne Schmuck, und die Bäume werden anschließend zur energetischen Verwertung oder als Biomasse genutzt. Eine Alternative ist die Eigenkompostierung. Die genauen Regeln und Entsorgungsorte sind auf den Homepages der jeweiligen Städte abrufbar.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Abfall“. Lesen Sie jetzt „Wohin mit meinem Weihnachtsbaum – und was wird daraus?“. Die Nadeln hängen, der Schmuck ist vielleicht auch schon weg, aber in manchen Wohnzimmern steht er noch: das letzte Stück Weihnachten, der Weihnachtsbaum. Und wie wird man den jetzt los? In manchen Städten sind die Abfuhrtermine schon rum, aber in anderen gibt es noch die Chance: Oft werden die Bäume zu bestimmten Terminen zu Hause abgeholt. Das funktioniert dann wie bei der gewöhnlichen Müllabfuhr: Baum an die Straße legen und mitnehmen lassen. Die Termine sind dann – ebenfalls wie bei der Müllabfuhr – je nach Stadtteil unterschiedlich. Andere Städte wie etwa Neustadt an der Weinstraße haben Sammelstellen eingerichtet. In Ludwigshafen sind die Abholtermine schon rum. Doch was dann? Die Abfuhr war schon da aber der Baum steht noch? Dann muss der Baum nicht stehen bleiben, bis ein Komposthaufen im Wohnzimmer entsteht.  "Außerhalb des Sammelzeitraums nehmen die Wertstoffhöfe Weihnachtsbäume kostenfrei entgegen", schreibt die Stadt Kaiserslautern. In Koblenz können sie an der Grünschnittdeponie abgegeben werden. Eine Grüngutsammelstelle ist in Trier dann der richtige Anlaufpunkt. Die Landeshauptstadt verweist bei verpassten Abfuhrterminen an den nächstgelegenen Wertstoffhof sowie die Entsorgungszentren Süd und Nord. "Wer eine Biotonne hat, kann darin Äste bis zu einem Durchmesser von vier Zentimetern entsorgen." Am besten informieren sich die Menschen über die genauen Orte auf der Homepage der jeweiligen Stadt oder ihrer Abfallbetriebe. Wer die Möglichkeit hat, kann einen Weihnachtsbaum übrigens auch selbst kompostieren. Ja. "Weihnachtsbäume mit Schmuck werden liegen gelassen", schreibt Kaiserslautern. "Ohne Schmuck, ohne Lametta und ohne Ständer" sollen die Bäume laut Stadt Koblenz sein. Diese Regeln gelten in allen größeren Städten. Mancherorts gibt es auch Größenvorgabe. In Koblenz etwa darf der Baum maximal 1,80 Meter lang sein. In Trier müssen Bäume, die länger als 2,50 Meter sind, in der Mitte durchgesägt werden. "Die eingesammelten Weihnachtsbäume werden in Biomassekraftwerken energetisch verwertet oder zerkleinert als Bodenverbesserer auf landwirtschaftliche Flächen aufgebracht", schreibt die Stadt Trier auf Anfrage. "Voraussetzung dafür ist, dass jeglicher Weihnachtsschmuck vollständig entfernt wurde." Diesen Weg geht auch Neustadt an der Weinstraße. In Ludwigshafen werden die Bäume geschreddert und thermisch als Brennstoffbeigabe verwertet. Auch in Mainz werden aus dem Weihnachtsbaum Hackschnitzel, die in die thermische Verwertung gehen. Kaiserslautern schreddert die Bäume. "Der feinkörnige Grünabfall wird kompostiert und kann als Blumenerde gekauft werden", heißt es. "Das holzige Grobe landet als Grünbrennstoff im Biomasseheizkraftwerk." © dpa-infocom, dpa:260117-930-557133/1