Länderfinanzen: Zeitung: Rhein fordert Reform des Länderfinanzausgleichs

Datum16.01.2026 18:12

Quellewww.zeit.de

TLDRDer hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) fordert eine Reform des Länderfinanzausgleichs, da Hessen seit 80 Jahren 75 Milliarden Euro eingezahlt hat, ohne Unterstützung zu erhalten. Er kritisiert, dass Hessen Schulden aufnehmen müsse, um den Ausgleich zu finanzieren, während Empfängerländer von diesen Zahlungen profitieren. Rhein plädiert für ein System, das Hilfe zur Selbsthilfe fördert, anstatt dauerhafte Alimentation zu gewährleisten, und fordert, dass Empfängerländer eigene Anstrengungen zur Verbesserung ihrer Finanzkraft unternehmen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Länderfinanzen“. Lesen Sie jetzt „Zeitung: Rhein fordert Reform des Länderfinanzausgleichs“. Angesichts der Neuverschuldung seines Bundeslandes fordert der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) eine grundlegende Reform des Länderfinanzausgleichs. "Schulden aufnehmen, um den Länderfinanzausgleich zu bezahlen – das ist absurd und den Bürgerinnen und Bürgern in Hessen nicht zu vermitteln", sagte Rhein der Zeitung "Welt". Hessen habe in knapp 80 Jahren Länderfinanzausgleich kein Geld bekommen, aber mehr als 75 Milliarden Euro eingezahlt. Von diesem Geld hätten viele Nehmerländer ihren Bürgern Leistungen ermöglicht, auf die Menschen in Hessen wegen der Finanzlage im eigenen Land verzichten mussten, kritisierte er. "Deshalb muss der Länderfinanzausgleich dringend reformiert werden." Hilfe der Geberländer dürfe es künftig nur noch geben, wenn die Empfänger-Länder Anstrengungen für eine bessere eigene Finanzkraft unternehmen würden, sagte Rhein demnach: "Der Kerngedanke dabei lautet: "Hilfe zur Selbsthilfe statt Dauer-Alimentation und Wahlgeschenke"." © dpa-infocom, dpa:260116-930-556287/1