Datum16.01.2026 17:27
Quellewww.spiegel.de
TLDRIsar Aerospace, ein Münchener Raumfahrt-Start-up, plant für den 21. Januar einen Raketenstart mit Nutzlast vom norwegischen Raumhafen Andøya. Ziel ist die Sicherstellung Europas Zugang zum Weltraum. Die Rakete wird fünf Kleinsatelliten transportieren. Unternehmensleiter Daniel Metzler betont die Notwendigkeit schneller Weiterentwicklungen für Kapazitäten in der Raumfahrt. Isar Aerospace hat bereits Aufträge von EU und ESA für kommerzielle Flüge erhalten. Die Bundesregierung plant, 35 Milliarden Euro in die Raumfahrt zu investieren, während das Unternehmen hofft, in einem wachsenden Markt erfolgreich zu sein.
InhaltAm nächsten Mittwoch will Isar Aerospace erstmals eine Rakete mit Nutzlast ins Weltall schicken. Das Unternehmen aus München hat sich das Ziel gesetzt, Europas Zugang zum Weltraum zu sichern. Der deutsche Raketenhersteller Isar Aerospace will am 21. Januar wieder eine Rakete vom norwegischen Raumhafen Andøya starten lassen. Das Startfenster öffne sich um 21 Uhr mitteleuropäischer Zeit – vorbehaltlich geeigneter Wetterbedingungen, teilte das Unternehmen aus Oberbayern mit. Dieses Mal soll die Rakete erstmals Nutzlast transportieren, unter anderem fünf Kleinsatelliten. Unternehmenschef Daniel Metzler bezeichnete den geplanten Start als "nächsten Schritt zu einem souveränen Zugang zum Weltraum für Europa". Mit dem ersten Start in Norwegen habe man bewiesen, "dass Trägerraketen in Europa entwickelt, gebaut und gestartet werden können". Jetzt sei eine schnelle Weiterentwicklung "entscheidend, um Kapazitäten genau dann bereitzustellen, wenn sie benötigt werden". Das Start-up hatte im vergangenen Jahr bekannt gegeben, Aufträge von EU und europäischer Raumfahrtagentur Esa für zwei Missionen für ein niederländisches und ein französisches Unternehmen erhalten zu haben – und Starts für dieses Jahr angekündigt. Das vor den Toren Münchens ansässige Raketen-Start-up sieht damit den Weg für zukünftige institutionelle Starts an Bord der Trägerrakete "Spectrum" geebnet. Der erste Testflug der Rakete Ende März 2025 hatte lediglich 30 Sekunden gedauert, bevor die Rakete abstürzte. Dann sei der Flug abgebrochen worden und die Rakete kontrolliert ins Meer gefallen, teilte das Unternehmen mit. Die zwei geplanten Starts im europäischen Auftrag sind jedoch keine Tests, sondern kommerzielle Flüge mit Nutzlast. Der niederländische Kunde Isispace ist ein Satellitenhersteller, das französische Unternehmen Infinite Orbits hat ein ferngesteuertes Wartungssystem für andere Satelliten entwickelt. 35 Milliarden Euro will die Bundesregierung in die Aufrüstung des Weltraums investieren. Der Gründer des Start-ups Isar Aerospace hofft auf einen Boom der Raumfahrtbranche in Deutschland, trotz mächtiger US-Konkurrenz. Hier lesen Sie mehr .