Datum16.01.2026 15:53
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie Berliner Polizei untersucht eine Panne bei der Verteilung von 10.000 Linealen an Schulen, die als Werbeartikel dienten. Ein Schüler entdeckte, dass das 15-Zentimeter-Lineal tatsächlich drei Millimeter zu lang ist. Die Polizei bestätigte einen entsprechenden Hinweis und prüft, ob dies ein Einzelfall oder ein generelles Problem ist. Trotz der Abweichung sieht die Polizei die Sache nicht als gravierend und betont, dass die Lineale vorrangig Werbezwecke und nicht wissenschaftliche Genauigkeit haben.
InhaltDie Berliner Polizei prüft, ob sie fragwürdige Werbeartikel eingekauft hat: Sie verteilte Lineale an Schülerinnen und Schüler. Dann maß ein Junge nach. Über viele Monate verteilte die Berliner Polizei Lineale an Schülerinnen und Schüler als Werbeartikel, bis ein Junge auf die Idee kam, sich sein Lineal genauer anzusehen: Er stellte fest, dass das 15-Zentimeter-Lineal gar nicht 15 Zentimeter lang ist, sondern drei Millimeter zu viel misst – und löste damit einige Aufregung aus. Die "Bild"-Zeitung berichtete. Die Polizei bestätigte am Freitag, dass bereits am 11. Dezember 2025 ein Hinweis von den Eltern des Jungen bei der Polizei eingegangen sei. "Es gibt eine Abweichung in dem einen Fall. Ob das jetzt alle Lineale betrifft oder ein Einzelfall ist, ist Gegenstand der weiteren Prüfung", teilte Polizeisprecher Martin Halweg mit. Den Angaben zufolge hatte die Polizei im November 2023 bei einer Werbeartikel-Firma 10.000 Lineale mit Verkehrszeichen gekauft. Diese wurden ab 2024 bei Veranstaltungen verteilt. Die Kosten für die Lineale lagen bei rund 3500 Euro. Man behalte sich nun vor, gegebenenfalls Regressansprüche zu stellen, sagte Halweg mit Blick auf den Hersteller der Lineale. Peinlich findet die Polizei die Panne demnach nicht. "Wir haben sogenannte Streuartikel bestellt", erklärte der Sprecher. Diese seien "nicht in erster Linie zum Zwecke der wissenschaftlichen Arbeit oder für mathematisch genaue Tätigkeiten" gedacht. Es gehe vielmehr um Präsenz an Schulen, um Werbung für die Berliner Polizei Berlin und um Verkehrsunfallprävention. Halweg betonte: "Es sind Werbeartikel."