Datum16.01.2026 13:16
Quellewww.zeit.de
TLDRFührende Politiker der sächsischen Linken rufen zur Deeskalation bei den geplanten Demonstrationen in Leipzig auf. Sie betonen die Wichtigkeit eines friedlichen und respektvollen Dialogs, trotz stark emotionaler Themen. Angesichts der unterschiedlichen Positionen zum Nahost-Konflikt, die zu zwei lagerspezifischen Kundgebungen führen, warnt der sächsische Verfassungsschutz vor einer aufgeheizten Stimmung. Die Linke lehnt jegliche Form von Menschenfeindlichkeit ab und fordert Solidarität gegen spalterische Kräfte. Die Polizei ist mit zusätzlichen Kräften vor Ort, um für Sicherheit zu sorgen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Demonstrationen“. Lesen Sie jetzt „Demonstrationen: Linke-Politiker mit Appell zur Deeskalation“. Führende Politiker der sächsischen Linken haben einen friedlichen Verlauf der am Samstag in Leipzig geplanten Kundegebungen der linken Szene angemahnt. "Wir wissen, dass die Demoanliegen für viele mit starken Emotionen verbunden sind. Trotzdem rufen wir alle dazu auf, friedlich und besonnen zu demonstrieren. Diskutiert, streitet, aber mit Worten", heißt es in einer Stellungnahme, die von den beiden Leipziger Landtagsabgeordneten Juliane Nagel und Nam Duy Nguyen, Fraktionschefin Susanne Schaper und der Parteiführung mit Anja Eichhorn und Marco Böhme unterzeichnet ist. Unterschiedliche Perspektiven müssten solidarisch diskutiert werden, hieß es. "Uneinigkeit unter uns hilft den Nazis, die uns spalten wollen, weil wir ihre konsequentesten Gegner sind." Man wolle gemeinsam für eine Welt kämpfen, in der alle Menschen ein friedliches und sicheres Leben führen können. "Niemand sollte Demonstrierenden pauschal und ohne Belege Antisemitismus oder antimuslimischen Rassismus unterstellen." Die Linke lehne alle Formen von Menschenfeindlichkeit entschieden ab. Im Leipziger Stadtteil Connewitz werden sich am Samstag zwei Lager gegenüberstehen, die zum Nahost-Konflikt unterschiedliche Positionen vertreten. Für die Demonstrationen wurde überregional mobilisiert. Der sächsische Verfassungsschutz rechnet mit einer aufgeheizten Stimmung. Die sächsische Polizei will mögliche Straftaten konsequent ahnden und wird von Kollegen aus anderen Bundesländern unterstützt. © dpa-infocom, dpa:260116-930-554256/1