Datum16.01.2026 12:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDie IHK-Umfrage zeigt, dass die Konjunkturerholung in Niedersachsen weiterhin aussteht. Die Geschäftslage und das Konjunkturklima bleiben schwach, mit über 25% der Unternehmen, die ihre Lage als schlecht bewerten. Nur 12% rechnen mit einer positiven Entwicklung. Es gibt jedoch eine leichte Belebung in der Industrie, hauptsächlich durch steigende Staatsausgaben für Rüstung und Infrastruktur. Für ein nachhaltiges Wachstum fordert die IHK spürbare Erleichterungen bei Steuern und Bürokratie.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „IHK-Umfrage“. Lesen Sie jetzt „Niedersachsens Wirtschaft wartet weiter auf Erholung“. Die Konjunkturerholung in Niedersachsen lässt weiter auf sich warten. Nach einer Umfrage der Industrie- und Handelskammern verharren Geschäftslage und Konjunkturklima zum Jahreswechsel auf niedrigem Niveau. Gegenüber dem niedrigen Stand vor drei Monaten habe sich das Konjunkturklima nicht verbessert. Mehr als jedes vierte Unternehmen beurteile seine Geschäftslage weiter als schlecht. Und nur jedes achte Unternehmen rechnet mit einer günstigeren Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten, fast jedes dritte dagegen mit einer Verschlechterung. Das ist das Ergebnis der jüngsten Konjunkturumfrage der Kammer. Immerhin: In der Industrie zeichnete sich im Schlussquartal eine leichte Belebung des Geschäfts ab. Die Auftragseingänge hätten in den meisten Industriezweigen erkennbar zugelegt. Sie erwarte daher "eine allmähliche Belebung der Konjunktur", sagte Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen, in Hannover. Der leichte Aufwärtstrend sei vor allem auf steigende Staatsausgaben für Rüstung und Infrastruktur zurückzuführen, so Bielfeldt. "Schuldenfinanzierte Ausgaben können zwar das Wachstum 2026 allmählich ankurbeln, aber keine Reformen ersetzen", sagte sie. "Für ein stärkeres Wachstum brauchen die Unternehmen aber spürbare Erleichterungen bei Steuern, Lohnnebenkosten und Bürokratie – und zwar sofort." Für die Untersuchung, die die IHK alle drei Monate durchführt, wurden zwischen dem 11. Dezember und 12. Januar 2.151 Unternehmen im Land befragt. © dpa-infocom, dpa:260116-930-553684/1