ZDF-"Politbarometer": Mehrheit der Deutschen sieht Nato durch Trump in Gefahr

Datum16.01.2026 11:30

Quellewww.zeit.de

TLDRLaut dem ZDF-Politbarometer sehen 78 Prozent der Deutschen die NATO durch die Politik von Donald Trump bedroht. Eine klare Reaktion der EU auf völkerrechtswidrige Handlungen wird von 69 Prozent der Befragten gefordert. Trump hat wiederholt mit der Übernahme Grönlands gedroht und US-Streitkräfte entführten kürzlich den venezolanischen Präsidenten Maduro. Dänemarks Regierungschefin warnte vor Konflikten zwischen NATO-Staaten. 22 Prozent der Deutschen wünschen sich, dass die EU sich heraushält, während nur 5 Prozent eine Unterstützung für die US-Politik befürworten.

Inhalt78 Prozent der Deutschen sehen die Nato durch die Politik von Donald Trump bedroht. Eine Mehrheit wünscht sich eine klare Reaktion der EU auf Völkerrechtsbrüche. Mehr als drei Viertel der Deutschen gehen laut einer Umfrage davon aus, dass die Politik von US-Präsident Donald Trump den Fortbestand der Nato gefährdet. 78 Prozent der Befragten stimmten dieser Aussage im aktuellen ZDF-Politbarometer zu, 18 Prozent teilten die Einschätzung nicht. Trump drohte zuletzt wiederholt mit einer Übernahme der rohstoffreichen Insel Grönland und schloss dabei auch militärische Mittel nicht aus. Das weitgehend autonome Gebiet gehört zum Natomitgliedsstaat Dänemark. Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen sagte dazu, wenn ein Natostaat einen anderen angreife, dann höre alles auf. Anfang des Monats hatten US-Streitkräfte bei einem völkerrechtswidrigen Militäreinsatz den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro entführt und in die USA gebracht. Vor diesem Hintergrund sprach sich eine Mehrheit von 69 Prozent der Befragten dafür aus, dass die Europäische Union Position beziehen solle, wenn die USA unter Missachtung des Völkerrechts mit militärischen Mitteln in anderen Ländern eingreifen, um sich wirtschaftliche Ressourcen zu sichern. 22 Prozent plädierten dafür, dass sich die EU heraushalten solle, 5 Prozent befürworteten eine Unterstützung des US-Vorgehens. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.