Bildung: Bildungsminister will Schulabbrecherquote senken

Datum16.01.2026 10:35

Quellewww.zeit.de

TLDRBildungsminister Jan Riedel (CDU) strebt an, die Schulabbrecherquote in Sachsen-Anhalt, die mit fast 10% die höchste bundesweit ist, zu senken. Besonders betroffen sind ausländische Schüler mit einer Abbruchquote von 38%. Riedel plant Maßnahmen wie die Möglichkeit zum Hauptschulabschluss an Förderschulen und eine bessere Förderung von Zuwanderern. Der Lehrermangel wird als Hauptursache für die hohe Abbrecherquote identifiziert, was die Inklusion im regulären Unterricht erschwert.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bildung“. Lesen Sie jetzt „Bildungsminister will Schulabbrecherquote senken“. Bildungsminister Jan Riedel (CDU) will erreichen, dass der Anteil an Schülern ohne Abschluss in Sachsen-Anhalt sinkt. "Wir müssen runter von der hohen Quote, nicht nur bei ausländischen Kindern", sagte Riedel der "Volksstimme". Dafür tue man einiges, etwa die Möglichkeit zum Hauptschulabschluss an der Förderschule und Investitionen in die Förderung von Zuwanderern. Mit der Anpassung der Standards für den Hauptschulabschluss wolle man jungen Menschen einen anerkannten Abschluss zu ermöglichen und sie nicht ohne Perspektive aus dem System zu entlassen. Fast jeder zehnte Schüler in Sachsen-Anhalt verließ die Schule zuletzt, ohne einen Abschluss zu haben - der bundesweit schlechteste Wert. Unter Kindern aus dem Ausland lag der Anteil gar bei 38 Prozent.  Riedel bezeichnete den im Land besonders gravierenden Lehrermangel als eine der Ursachen für die hohe Abbrecherquote. Aus diesem Grund sah Riedel auch wenig Spielraum für mehr Inklusion in regulärem Unterricht statt des Fokus auf Förderschulen, wo die Quote bei fast der Hälfte liegt. "Für gelingende Inklusion braucht man einen ausreichenden Personalschlüssel und Team-Unterricht. Diese Möglichkeiten haben wir in der aktuellen Personallage aber in den allermeisten Fällen schlicht nicht." © dpa-infocom, dpa:260116-930-553114/1