Datum16.01.2026 08:49
Quellewww.zeit.de
TLDRFrankreich steckt in einer Haushaltskrise, da sich die Abgeordneten im Parlament erneut nicht auf einen Haushalt einigen konnten. Geplante Beratungen wurden verschoben, da kein Kompromiss in Sicht ist. Minister Laurent Panifous äußerte, dass sich die Verhandlungen von einem akzeptablen Kompromiss entfernen. Das Land hat eine Rekordverschuldung von 117 Prozent des BIP und steht unter Druck, die Staatsfinanzen zu sanieren. Bereits zwei Regierungschefs sind in der Haushaltsthematik gestürzt, einschließlich des aktuellen Premierministers Sébastien Lecornu.
InhaltFrankreich befindet sich weiter in einer Haushaltskrise. Die Regierung hat geplante Haushaltsberatungen im Parlament verschoben, weil sich keine Einigung abzeichnet. Für den heutigen Freitag geplante Haushaltsberatungen im französischen Parlament finden nicht statt. Das teilte Laurent Panifous, Minister für die Beziehungen zum Parlament, am späten Donnerstagabend mit. Grund dafür ist es, dass eine Einigung über einen Haushalt nicht in Sicht ist. "Wir bewegen uns endgültig weg von einem Kompromiss, der für die Mehrheit der Abgeordneten akzeptabel ist", sagte Panifous. Frankreich steht angesichts einer Rekordverschuldung von 117 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) unter Druck, seine Staatsfinanzen zu sanieren. Im Streit um den Haushalt sind in Frankreich bereits zwei Regierungschefs gestürzt worden. Der aktuelle Premierminister Sébastien Lecornu war im Oktober ebenfalls zurückgetreten, wurde dann aber von Präsident Emmanuel Macron erneut zum Premierminister ernannt. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.