Füchse Berlin: Gestohlene Meisterschale ist wohl keine Schale mehr

Datum15.01.2026 22:05

Quellewww.spiegel.de

TLDRIm Fall der gestohlenen Meisterschale der Füchse Berlin nahm die Polizei zwei Verdächtige, 41 und 62 Jahre alt, fest. Die Trophäe wurde jedoch vermutlich eingeschmolzen; es fanden sich nur ein Sterlingsilberbarren und ein Schmelzofen. Geschäftsführer Bob Hanning bestätigte, dass die Schale nicht mehr existiert. Bei Durchsuchungen wurden außerdem Gold und 15.000 Euro Bargeld sichergestellt. Der 41-Jährige blieb in Untersuchungshaft, während der andere entlassen wurde. Der Ligaverband sicherte eine neue Trophäe zu, falls die originale nicht wieder auftaucht.

InhaltIm Fall der gestohlenen Meisterschale der Füchse Berlin hat die Polizei zwei Verdächtige festgenommen. Die Trophäe fanden die Ermittler dabei nicht – zumindest nicht in dem Zustand, in dem sie einst überreicht wurde. Rund zwei Monate nach dem Diebstahl der Meisterschale aus der Geschäftsstelle der Füchse Berlin hat die Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen. Die 41 und 62 Jahre alten Männer wurden nach intensiven Ermittlungen und mehreren Durchsuchungen in Berlin und Brandenburg gefasst, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Meisterschale selbst fand sich allerdings nicht. Stattdessen stellten die Ermittler unter anderem einen Sterlingsilberbarren und einen Schmelzofen sicher. Es bestehe der Verdacht, dass die Trophäe eingeschmolzen worden sei, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Dies werde noch geprüft. Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning erklärte, der Klub sei darüber informiert worden, dass die Schale nicht mehr existiere: Sie liege nur noch als Silberbarren vor. "Was dabei herausgekommen ist, ist unfassbar", sagte Hanning. Die im Juni gewonnene Meisterschale war im November aus der Geschäftsstelle am Gendarmenmarkt gestohlen worden. Liga-Geschäftsführer Frank Bohmann hatte den Füchsen bereits zugesagt, dass es eine neue Trophäe für den Klub geben werde, falls die ursprüngliche nicht auftauchen sollte. Bei den Durchsuchungen in Berliner Bezirken Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und Friedrichshain-Kreuzberg sowie in Brandenburg stellten Beamte laut den Angaben auch Gold, 15.000 Euro Bargeld und weitere Beweismittel "im Umfang einer Lkw-Ladung" sicher. Der 62-Jährige wurde inzwischen wieder entlassen, der 41-Jährige kam in Untersuchungshaft. Er sei bereits wegen mehrerer Einbruchsdiebstähle polizeibekannt, hieß es. Füchse-Geschäftsführer Hanning sagte, für den oder die vermeintlichen Täter sei es eine Schale zu viel gewesen. Er verwies auf zusätzlich ergriffene Sicherheitsmaßnahmen nach einem ersten versuchten Einbruch. Eine Kamera mit Sprachregelung habe der Polizei wichtiges Material geliefert, so Hanning. Platz drei, Platz zwei, Platz eins: Die Entwicklung der Füchse Berlin ging steil nach oben, zudem spielt der beste Handballer der Welt für den Klub. Wieso Klub-Boss Bob Hanning das Erfolgsmodell zerschlagen hat, lesen Sie hier  .