Datum20.10.2025 14:24
Quellewww.spiegel.de
TLDRIm Vermisstenfall der seit 2019 verschwundenen Berliner Schülerin Rebecca Reusch durchsucht die Polizei ein Grundstück in Brandenburg, da ein Tatverdächtiger beschuldigt wird, ihre Leiche dorthin gebracht zu haben. Der 33-jährige Schwager von Rebecca steht im Verdacht, sie getötet zu haben. Der Einsatz in Tauche umfasst 115 Kräfte, einschließlich technischer Ausrüstung wie Drohnen und Bodenradar. Bislang wurde Rebeccas Leiche nicht gefunden, die Mordkommission ermittelt seit ihrem Verschwinden.
InhaltSeit 2019 wird die Berliner Schülerin Rebecca Reusch vermisst. Jetzt durchsucht die Polizei ein Gelände in Brandenburg. Der Grund: Ein Tatverdächtiger könnte ihre Leiche dorthin verbracht haben. Seit den späten Morgenstunden läuft in Tauche im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree ein Einsatz der Berliner Polizei. Mehreren Medienberichten zufolge soll es einen Zusammenhang zum Vermisstenfall Rebecca Reusch geben. Wie die Berliner Polizei und die Berliner Staatsanwaltschaft gemeinsam mitteilten, wird vor Ort nach Beweismitteln im Zusammenhang mit einem Tötungsdelikt gesucht. Demnach gibt es Anhaltspunkte dafür, dass ein mittlerweile 33 Jahre alter Beschuldigter 2019 seine damals 15 Jahre alte Schwägerin getötet und deren Leiche und ihr gehörende Gegenstände – zumindest vorübergehend – auf das Grundstück seiner Großeltern in Tauche verbracht haben könnte. Rebecca Reusch, eine Schülerin aus Berlin-Neukölln, wird seit mehr als sechs Jahren vermisst. Sie verschwand am Morgen des 18. Februar 2019 im Stadtteil Britz. Seit damals ermittelt eine Mordkommission des Berliner Landeskriminalamts (LKA). Laut Angaben der Familie und der Polizei hatte die damals 15-Jährige die Nacht im Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers verbracht. Letzterer gilt schon länger als möglicherweise tatverdächtig. Bis heute wurde allerdings keine Leiche gefunden. Der Einsatz im Ortsteil Lindenberg von Tauche habe gegen neun Uhr begonnen, sagte eine Polizeisprecherin. "Wir haben eine technische Einsatzeinheit mit dabei, auch einen kleinen Bagger", so die Sprecherin. Außerdem seien eine Drohne, Videotechnik und Bodenradar im Einsatz. Insgesamt seien 115 Einsatzkräfte vor Ort, so die Sprecherin weiter. Auch Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) seien beteiligt.