Konflikt um Grönland: Ursula von der Leyen kündigt Unterstützung der EU für Grönland an

Datum15.01.2026 19:16

Quellewww.zeit.de

TLDREU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Grönland umfassende Unterstützung zugesichert, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit in der Arktis. Angesichts der US-dänischen Gespräche und der Strategien zur arktischen Sicherheit plant die EU, ihre finanzielle Unterstützung für Grönland zu verdoppeln und ein neues Büro einzurichten. Dänemark und Grönland betonten, dass Grönland nicht zum Verkauf steht, während die USA weiterhin Interesse an der rohstoffreichen Region bekunden. Deutschland will zudem militärische Unterstützung leisten.

InhaltAngesichts der US-dänischen Gespräche sichert die EU-Kommissionspräsidentin Grönland den Beistand der EU zu. Die Sicherheit der Arktis sei auch für die EU enorm wichtig. Nach den ergebnislosen Gesprächen in Washington hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Grönland weitere Unterstützung der EU zugesichert. "Grönland kann politisch, wirtschaftlich und finanziell auf uns zählen", sagte sie am Rande von politischen Gesprächen in Zypern. Die Sicherheit der Arktis sei zwar in erster Linie Sache der Nato, auch für die EU seien die Region und deren Sicherheit aber ein zentrales Thema und enorm wichtig. "Das ist unter anderem der Grund, warum wir unsere Investitionen und die Unterstützung Grönlands verstärken", sagte von der Leyen. Demnach soll der Umfang der finanziellen Unterstützung für Grönland verdoppelt werden. Zudem verwies von der Leyen auf das 2024 eingerichtete EU-Büro auf Grönland. Dieses soll die Zusammenarbeit mit der grönländischen Regierung und der Bevölkerung weiter stärken. Die Europäische Union genieße in Grönland einen sehr guten Ruf, sagte von der Leyen weiter. "Wir setzen sehr auf die ausgezeichnete Zusammenarbeit, die wir haben." Die Arbeit zur arktischen Sicherheit wolle man mit Verbündeten und Partnern, einschließlich der Vereinigten Staaten, fortsetzen. Deutschland und andere EU-Staaten kündigten zudem einen Militäreinsatz für das Land an. Bei einer mehrtägigen Erkundungsmission auf der Arktisinsel sollen auch 13 Bundeswehrsoldaten eingesetzt werden.  Bei dem Austausch in Washington hatten die USA erneut ihr Interesse an dem rohstoffreichen Grönland verdeutlicht. Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen und die für Außenpolitik zuständige grönländische Ministerin Vivian Motzfeldt bestärkten dabei erneut ihre Position, dass die USA keinen Anspruch auf Grönland haben. Grönland steht demnach nicht zum Verkauf. Rasmussen sprach nach dem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance von fundamentalen Meinungsverschiedenheiten. Er denke nicht daran, sein Interesse an Grönland aufzugeben, hatte US-Präsident Donald Trump zuvor mitgeteilt. Er verwies auf strategische Sicherheitsinteressen der Vereinigten Staaten. Diese ließen sich angeblich nicht über die Nato schützen.