Datum14.01.2026 10:30
Quellewww.zeit.de
TLDREine Untersuchung des Ifo-Instituts zeigt, dass der Zuzug von Geflüchteten nach Deutschland zu mehr Unternehmensgründer und Arbeitsplätzen führt. Ein Anstieg von 100 Geflüchteten pro 10.000 Einwohner generiert etwa sieben neue Gewerbeanmeldungen und 27 zusätzliche Arbeitsplätze. Besonders profitieren bestehende Unternehmen, die im Durchschnitt 82 neue Vollzeitstellen schaffen. Die neuen Firmen werden jedoch überwiegend von Deutschen gegründet, da der Zuzug Bedarf für neue Geschäftsmodelle, insbesondere im Gesundheits- und Finanzsektor, schafft.
InhaltKommen Geflüchtete nach Deutschland, entstehen laut Ifo-Institut mehr Unternehmen und Arbeitsplätze. Denn der Zuzug schaffe neuen Bedarf für Geschäftsmodelle. Der Zuzug von Geflüchteten nach Deutschland führt einer Studie zufolge zu mehr Gewerbeanmeldungen, wodurch wiederum zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Das teilte das Ifo-Institut in München unter Berufung auf eine Untersuchung mit. Demnach bringt ein Anstieg von 100 Geflüchteten pro 10.000 Einwohner durchschnittlich sieben neue Gewerbeanmeldungen und 27 zusätzliche Arbeitsplätze. Das seien fast acht Prozent mehr als die durchschnittlichen Anmeldungen in einem Landkreis, teilte das Ifo-Institut mit. Zudem entstünden in bereits bestehenden Unternehmen in diesem Fall im Schnitt 82 neue Arbeitsplätze, vor allem in Vollzeit. Die neuen Firmen würden jedoch nicht von den Geflüchteten selbst oder anderen Ausländern gegründet, sondern überwiegend von Deutschen. Denn wie Ifo-Forscher Sebastian Schirner beschreibt, entsteht durch den Zuzug von Geflüchteten vielerorts Bedarf für neue Geschäftsmodelle, etwa im Bereich Gesundheit oder Finanzdienstleistungen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.