Datum14.01.2026 09:44
Quellewww.zeit.de
TLDRBundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) verteidigt im Bundestag den geplanten erleichterten Abschuss von Wölfen, um Weidetiere zu schützen. Aktuell gibt es über 200 Wolfsrudel in Deutschland, was zu wirtschaftlichen und emotionalen Belastungen für Halter führt. Rainer betont, dass es nicht um die Ausrottung des Wolfes geht. Union und SPD unterstützen die Überführung des Wolfs ins Jagdrecht, was den Abschuss von Problemwölfen erleichtern würde, während Weidetierhalter dies befürworten und Tierschützer vehement dagegen sind.
InhaltDer Bundestag debattiert heute darüber, ob er den Wolf in das deutsche Jagdgesetz aufnimmt. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer spricht sich dafür aus. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hält den geplanten erleichterten Abschuss von Wölfen für notwendig. "Wir wollen in keinster Weise den Wolf ausrotten", sagte Rainer im Morgenmagazin des ARD. "Es geht um den Schutz von Weidetieren." Der Riss von Weidetieren belaste deren Halter wirtschaftlich, aber auch emotional. Seine Haltung begründete Rainer auch mit der wachsenden Anzahl von Wölfen in Deutschland. "Wir haben mittlerweile über 200 Wolfsrudel in Deutschland", sagte Rainer. "Wir haben mehr Wölfe auf die Fläche bezogen als Russland." Folglich sei es "notwendig", einzuschreiten. Der Bundestag debattiert heute in erster Lesung über die Regierungspläne für einen erleichterten Abschuss des Wolfes. Union und SPD wollen den Wolf ins Jagdrecht aufnehmen. Auf diese Weise könnten sogenannte Problemwölfe, die Zäune überspringen und Schafe reißen, rechtlich leichter erschossen werden. Weidetierhalter begrüßen das, Tierschützer sind strikt dagegen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.