Gesundheit: Erneut Warnstreik an Frankfurter Uniklinik

Datum14.01.2026 07:34

Quellewww.zeit.de

TLDRAm Frankfurter Uniklinikum findet ein Warnstreik statt, der von der Gewerkschaft Verdi organisiert wurde und bis 22:00 Uhr dauert. Die Pflegekräfte sind zur Teilnahme aufgerufen, da die Arbeitsbedingungen verbessert werden müssen. Verdi fordert für die 925.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent und eine Zulage von 300 Euro. Der Streik zielt darauf ab, Druck vor der Tarifrunde am 15. Januar zu erhöhen. Notfallversorgung bleibt während des Streiks gesichert.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gesundheit“. Lesen Sie jetzt „Erneut Warnstreik an Frankfurter Uniklinik“. Erneut sorgt ein Warnstreik am Uniklinikum Frankfurt für Einschränkungen. "Gestreikt wird vom Beginn des Frühdienstes um 6.00 Uhr bis zum Ende des letzten Spätdienstes um 22.00 Uhr", kündigte die Gewerkschaft Verdi mit. Zudem sollte am Morgen eine Kundgebung vor dem Haupthaus stattfinden. Unter anderem das Pflegepersonal war zur Teilnahme aufgerufen. Um die Arbeitsbedingungen von Ärztinnen und Ärzten ging es nicht.  Es gebe größere Einschränkungen, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretärin Anja Golder. Eine Notfallversorgung sei aber gesichert. Bereits Mitte Dezember hatte es einen ersten Warnstreik am Uniklinikum gegeben. Mit den Arbeitsniederlegungen wollen die Gewerkschaft und die Beschäftigten vor Beginn der zweiten Tarifrunde am 15. Januar in Potsdam den Druck erhöhen. "Die Beschäftigten erwarten, dass die Arbeitgeberseite endlich ein Angebot vorlegt", hieß es.  In dem Tarifkonflikt fordert Verdi für die 925.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sieben Prozent mehr Gehalt im Monat – zur Stärkung der unteren Lohngruppen mindestens 300 Euro. Zusätzlich fordern die Beschäftigten der Uniklinik Frankfurt eine Zulage von 300 Euro, um die gestiegenen Wohn- und Lebenskosten in der Stadt auszugleichen. Die Gehälter der Beschäftigten der Universitätsklinik Frankfurt sind im Gegensatz zum Bundesland Hessen, das eine Sonderrolle hat, an den Tarifvertrag der anderen Länder angelehnt.  "Wir können uns die Stadt, in der wir arbeiten, nicht mehr leisten. Wir brauchen mehr Kohle. Der Vorstand mauert weiterhin und zeigt keinerlei Gesprächsbereitschaft. Die Beschäftigten haben keine andere Wahl, als für ihre Forderungen in den Streik zu treten", erklärte Yuna Schäfer, Auszubildende zur Pflegefachfrau und Mitglied der betrieblichen und der Bundesjugendtarifkommission. © dpa-infocom, dpa:260114-930-541701/1