Folgen für Patienten: Weiter Warnstreiks an Unikliniken - Operationen fallen aus

Datum14.01.2026 06:47

Quellewww.zeit.de

TLDRAn den Unikliniken in Köln, Essen und Bonn dauern die Warnstreiks im Tarifkonflikt mit den Ländern an. Die Gewerkschaft Verdi berichtete von Einschränkungen in der Patientenversorgung, mit zahlreichen verschobenen Operationen. Der Druck in den Tarifverhandlungen soll erhöht werden, während die Gewerkschaft sieben Prozent mehr Gehalt fordert, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder lehnt das als unbezahlbar ab. Ein Notfallangebot bleibt gesichert, doch Operationen finden nur in reduziertem Umfang statt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Folgen für Patienten“. Lesen Sie jetzt „Weiter Warnstreiks an Unikliniken - Operationen fallen aus“. An den Unikliniken in Köln, Essen und Bonn sind die Warnstreiks im Tarifkonflikt mit den Ländern fortgesetzt worden. Sprecher der Gewerkschaft Verdi berichteten am Mittwochmorgen, an den drei Standorten sei der zweite Warnstreiktag angelaufen. Ein Sprecher der Kölner Uniklinik sagte, man erwarte "erneut deutliche Einschränkungen in der stationären wie ambulanten Patientenversorgung". Nach Angaben von Verdi können an den drei Universitätskliniken erneut Operationen nur in reduziertem Umfang stattfinden. Aufschiebbare Termine waren zuvor abgesagt, eine Notfallversorgung gesichert worden. Laut Kölner Uniklinik waren dort am Dienstag mehr als die Hälfte der Operationen verschoben worden. NRW-weit hatten sich nach Angaben von Verdi am Dienstag mehr als 1.000 Beschäftigte an den Aktionen beteiligt. Für Mittwoch hatte Verdi hatte zudem an mehreren Hochschulen und Landeseinrichtungen zu Warnstreiks aufgerufen. Die Gewerkschaft will in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder den Druck erhöhen - vor der zweiten Verhandlungsrunde an diesem Donnerstag. Es geht an den Unikliniken um das Entgelt für Pflegerinnen und Pfleger, Labormitarbeiter, Verwaltungsmitarbeiter, Serviceassistenten und weitere Beschäftigte - nicht aber um die Bezahlung der Ärzte.  Für die etwa 925.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder fordert Verdi sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich zur Stärkung der unteren Lohngruppen. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) lehnte dies bisher als unbezahlbar ab. © dpa-infocom, dpa:260114-930-541579/1