Industrie: Deutsche Industrie sorgt sich um Zukunft

Datum20.10.2025 16:44

Quellewww.zeit.de

TLDREine Umfrage des Instituts Allensbach zeigt, dass viele Führungskräfte in der deutschen Industrie pessimistisch in die Zukunft blicken. Besonders im Maschinen- und Anlagenbau befürchten 51 Prozent, technologisch abgehängt zu werden. In der energieintensiven Industrie rechnen 94 Prozent damit, ins Ausland abwandern zu müssen, hauptsächlich wegen hoher Energiepreise. In der Autobranche erwarten 93 Prozent stärkeren Wettbewerb durch chinesische Hersteller. Experten warnen vor einem Strukturbruch und einem möglichen Schrumpfen ganzer Industriezweige.

InhaltViele Manager rechnen laut einer Studie damit, dass deutsche Industrieunternehmen abgehängt werden oder ins Ausland abwandern. Das liegt auch am Strukturwandel. Führungskräfte in der deutschen Industrie zweifeln laut einer Studie an der Zukunftsfähigkeit ihrer Unternehmen. Das geht aus einer Umfrage unter Vorständen und Geschäftsführern hervor, die das Institut Allensbach im Auftrag der Unternehmensberatung FTI-Andersch durchgeführt hat.  Besonders ausgeprägt ist der Pessimismus demnach im Maschinen- und Anlagenbau. Hier geht mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Befragten davon aus, technologisch von Unternehmen in den USA, China oder anderen Ländern abgehängt zu werden. In der energieintensiven Industrie rechnen wiederum 94 Prozent der befragten Manager damit, dass deutsche Unternehmen ins Ausland abwandern werden. Als Hauptgrund führten sie die vergleichsweise hohen Energiepreise an. Und in der Autobranche rechnen 93 Prozent mit einem breiteren Markteintritt chinesischer Hersteller. "Was wir sehen, ist kein konjunkturelles Tief, sondern ein Strukturbruch", sagte Christian Säuberlich, Sprecher des Vorstands von FTI-Andersch. In den kommenden Jahren würden ganze Industriezweige spürbar schrumpfen. Diese Meldung wird aktualisiert.