Nachrichtenpodcast: Teurer Erben – aber nur für manche

Datum14.01.2026 06:01

Quellewww.zeit.de

TLDRDie SPD plant eine Reform der Erbschaftsteuer, um große Vermögen stärker zu belasten und kleinere Erbschaften zu entlasten. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil kritisiert die aktuelle Regelung als ungerecht. Die CDU und der Verband der Chemischen Industrie warnen vor den negativen Auswirkungen auf Familienunternehmen. Parallel thematisiert der Podcast die Proteste im Iran, bei denen über 2.000 Menschen getötet und 10.000 verhaftet wurden, sowie die unterschiedlichen Meinungen der iranischen Gemeinschaft im Ausland zur Zukunft des Landes.

InhaltDie SPD findet die aktuelle Erbschaftsteuer "ungerecht" und will sie ändern. Die Union warnt. Zu Recht? Und: Wie die Iraner im Ausland auf die Proteste blicken. Die SPD will die Erbschaftsteuer reformieren. Das bisherige Konzept sei ungerecht und verstoße gegen das Leistungsprinzip, so der SPD-Vorsitzende und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil. Eine Reform sei "unausweichlich". Laut Plänen der Partei sollen sehr große Vermögen bei Erbschaften künftig stärker belastet werden, während kleinere Vermögen leichter an die Erben übergeben werden können sollen. Aus der CDU kam Kritik. Die "Steuererhöhungspläne" der SPD seien "ein Frontalangriff auf die deutschen Familienunternehmen" und das Ende des Koalitionsfriedens, so der CDU-Abgeordnete und Chef des Parlamentskreises Mittelstand, Christian von Stetten. Auch der Verband der Chemischen Industrie bezeichnete den Vorstoß der SPD als "falsches Signal zur falschen Zeit". Wie revolutionär sind die Reformpläne wirklich? Und wie ungerecht ist die Erbschaftsteuer aktuell? Diese und weitere Fragen beantwortet Jens Tönnesmann, Wirtschaftsredakteur der ZEIT. Bei den Protesten im Iran sollen über 2.000 Menschen bei den Protesten getötet und 10.000 verhaftet worden sein. Aktivisten beschuldigen die Sicherheitskräfte, ein "Massaker" angerichtet zu haben. Gleichzeitig gibt es in der iranischen Community im Ausland verschiedene Meinungen, was eine mögliche Zukunft des Landes betrifft. Manche fordern den Übergang zur Demokratie, andere die Rückkehr des Schahs. Die Deutsche Shilan Kurdpoor hat Verwandte im Iran. Im Podcast erzählt sie von der Vielstimmigkeit der Iranerinnen und Iraner und davon, welche Hilfe sie sich von der deutschen Politik erhofft. Und sonst so? Die erste autistische Barbie ist da. Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger Redaktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Benjamin Probst und Lisa Pausch Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.