Energie: Kalter Winter treibt Heizkosten in Hessen nach oben

Datum14.01.2026 05:00

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Hessen steigen die Heizkosten aufgrund eines kalten Winters erheblich an. Der Energiedienstleister Techem prognostiziert für 2025 einen Anstieg von durchschnittlich acht Prozent, besonders stark bei Fernwärme mit rund 12 Prozent. Gas- und Stromkosten sollen um knapp neun bzw. gut acht Prozent steigen, während sich Öl-Heizkosten nur leicht um zwei Prozent erhöhen. Hessen liegt mit dieser Prognose unter dem Bundesdurchschnitt, obwohl die Temperaturen und damit der Energieverbrauch gestiegen sind.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Energie“. Lesen Sie jetzt „Kalter Winter treibt Heizkosten in Hessen nach oben“. Verbraucher in Hessen müssen sich wegen des kalten Winters auf deutlich höhere Heizkosten einstellen. Für die Heizkostenabrechnung 2025 erwartet der Eschborner Energiedienstleister Techem im Schnitt knapp acht Prozent höhere Ausgaben als im Vorjahr. Besonders stark dürften demnach die Kosten für Verbraucher wachsen, die mit Fernwärme heizen (rund 12 Prozent). Bei Gas und Strom müssen sich Kunden auf Anstiege von knapp neun bzw. gut acht Prozent einstellen. Glimpflich kommen Menschen weg, die mit Öl heizen: Hier steigen die Kosten wohl nur leicht um knapp zwei Prozent. Mit dem erwarteten Kostenanstieg von knapp acht Prozent liegt Hessen etwas unter dem Bundesdurchschnitt. Die Prognose von Techem basiert auf dem EU-Verbraucherpreisindex und Wetterdaten von meteostat.net, die mit Daten des Deutschen Wetterdienstes validiert wurden. Für die letzten Wochen des Jahres 2025 wurden die Daten hochgerechnet. Zwar seien die Energiepreise teils gefallen, etwa bei Heizöl, schreibt Techem. Doch der höhere Verbrauch wegen der niedrigeren Temperaturen überkompensiere diesen Effekt. Bei Fernwärme sei die Preise zudem gestiegen - daher dürften die Heizkosten hier auch am stärksten zulegen. In den vergangenen Wochen hatte es in vielen Teilen Deutschland eisiges Winterwetter mit teils strengem Frost gegeben. Die Weihnachtstage waren laut dem Deutschen Wetterdienst im Mittel so kalt wie seit 15 Jahren nicht mehr. Auch im Februar und November 2025 gab es Kälteeinbrüche. Vor allem in Baden-Württemberg, Sachsen und Sachsen-Anhalt dürfte das Heizen laut der Prognose deutlich teurer werden. © dpa-infocom, dpa:260114-930-541364/1