Klimakrise: EU-Klimadienst nennt 2025 das drittheißeste Jahr

Datum14.01.2026 04:55

Quellewww.zeit.de

TLDRLaut dem EU-Klimadienst Copernicus war 2025 das drittheißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen mit einer globalen Durchschnittstemperatur von 14,97 Grad Celsius. Die letzten drei Jahre lagen im Durchschnitt 1,52 Grad über dem vorindustriellen Niveau, was alarmierend ist, da die Welt sich der im Pariser Abkommen festgelegten Temperaturgrenze von 1,5 Grad nähert. Hauptursachen sind Treibhausgase und hohe Meerestemperaturen, unterstützt durch Phänomene wie El Niño. Die Auswirkungen einer dauerhaften Überschreitung könnten gravierend sein.

InhaltDas vergangene Jahr war laut Copernicus fast so warm wie die Rekordjahre 2024 und 2023. Vor allem klimaschädliche Treibhausgase und Meerestemperaturen tragen dazu bei. Das vergangene Jahr ist nach Daten des EU-Klimadienstes Copernicus das drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen. Den Daten zufolge war es 2025 mit einer globalen Durchschnittstemperatur von 14,97 Grad Celsius nur geringfügig kühler als in den Rekordjahren 2024 und 2023. Erstmals hätten die globalen Temperaturen im Dreijahresschnitt 2023 bis 2025 damit um mehr als 1,5 Grad Celsius über dem Niveau der vorindustriellen Zeit gelegen, hieß es. Die vergangenen elf Jahre seien zudem die elf wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. Die Welt nähere sich rasch der im Pariser Abkommen festgelegten langfristigen Temperaturgrenze, sagte Copernicus-Direktor Carlo Buontempo und warnte: "Wir werden sie zwangsläufig überschreiten." Nun stelle sich die Frage, wie man damit am besten umgehen könne. Die Staatengemeinschaft hatte sich im Pariser Klimaabkommen von 2015 vorgenommen, den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur auf möglichst 1,5 Grad Celsius im Vergleich zu der Zeit vor der Industrialisierung zu begrenzen. Eine dauerhafte Überschreitung hätte weltweit schwerwiegende Folgen. Entscheidend für das 1,5-Grad-Ziel ist die langjährige Durchschnittstemperatur. Laut Umweltbundesamt wird in der Regel ein Mittelwert von 20 bis 30 Jahren herangezogen.  Das vergangene Jahr blieb laut den Copernicus-Daten für sich genommen mit einer Erwärmung um 1,47 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zwar knapp unter der 1,5-Grad-Marke, 2024 lag mit einer Erhitzung um 1,6 Grad jedoch deutlich darüber. Für 2023, das zweitwärmste jemals registrierte Jahr, wurde ein Anstieg um 1,48 Grad gemessen. Daraus ergibt sich für die vergangenen drei Jahre eine durchschnittliche globale Erwärmung um knapp 1,52 Grad. Neben den klimaschädlichen Treibhausgasen in der Atmosphäre sind dem Bericht zufolge die hohen Meeresoberflächentemperaturen dafür verantwortlich, dass die vergangenen drei Jahre außergewöhnlich warm waren. Dies hänge mit dem Wettphänomen El Niño und "anderen Faktoren der Ozeanvariabilität" zusammen, die durch den Klimawandel verstärkt worden seien. Zudem verweist Copernicus auf Veränderungen in der Menge der Aerosole, niedrige Wolken sowie Schwankungen in der atmosphärischen Zirkulation.