Datum14.01.2026 02:34
Quellewww.spiegel.de
TLDRBärbel Bas, Co-Vorsitzende der SPD, sieht sich nicht als Kanzlerkandidatin für die Bundestagswahl 2029 und betont, dass es zu früh dafür sei. Sie fordert ein klareres Profil der SPD und hebt die Priorität von sicheren Arbeitsplätzen und einem effizienten Sozialstaat hervor. Zudem erwartet sie eine mutige Reform des Rentensystems von der Rentenkommission und betont die Notwendigkeit, dass beide Koalitionspartner Reformbereitschaft zeigen müssen.
InhaltWen schickt die SPD bei der nächsten Bundestagswahl ins Rennen? Auf die Frage reagierte die Parteivorsitzende Bärbel Bas jetzt mit einer knappen Antwort. Die SPD-Co-Vorsitzende Bärbel Bas sieht sich nicht als mögliche Kanzlerkandidatin der Sozialdemokraten. Dem Magazin "Stern" sagte die Bundesarbeitsministerin auf die Frage, wer Kanzlerkandidatin der SPD werde: "Das ist ein bisschen früh. Ich nicht." Die nächste Bundestagswahl steht regulär 2029 an. Bas ist seit Juni vergangenen Jahres Co-Vorsitzende der SPD. Sie führt zusammen mit Finanzminister Lars Klingbeil die Partei. Bas mahnte zugleich ein schärferes Profil ihrer Partei an. "Die SPD muss klarer werden und eindeutiger Position beziehen. Sichere Arbeitsplätze, wirtschaftlicher Aufschwung und ein effizienter Sozialstaat haben oberste Priorität", sagte die SPD-Vorsitzende. "Das Diffuse ist der Grund, warum Menschen mir sagen, sie wüssten gerade gar nicht mehr, wofür die SPD steht. Das wollen wir wieder ändern." Viele SPD-Wähler seien enttäuscht, weil der Eindruck entstanden sei, die Partei kümmere sich um viele kleine Gruppen, aber nicht mehr um das große Ganze und ihre Kernwählerschaft. Die Sozialministerin erwartet eine grundlegende Reform des Rentensystems. Mit Blick auf die jüngst eingesetzte Rentenkommission sagte Bas: "Ich erwarte, dass sie einen mutigen Vorschlag macht und nicht nur mit alten Kamellen kommt." Es könne nicht nur darum gehen, "bis 70 zu arbeiten und die Frühverrentung wegzuhauen", sagte die SPD-Chefin. "Ich will eine Strukturreform bei der Rente. Da braucht es wirklich Mut – und den habe ich." Reformwillen müssen aus ihrer Sicht beide Koalitionspartner zeigen: "Dafür müssen wir uns auf die Union zubewegen, aber die Union auch auf uns."