Datum13.01.2026 19:51
Quellewww.zeit.de
TLDREin Forschungsprojekt zur barocken Residenzkultur in Sachsen-Anhalt identifizierte 478 Objekte aus den ehemaligen kursächsischen Residenzen, darunter 96 für Schloss Merseburg. Die Studie, die bis 2025 läuft, untersucht die Herkunft von Exponaten der Rüstkammer und des Grünen Gewölbes in Dresden. Die Ergebnisse sollen die Dauerausstellungen der Museen bereichern und neue digitale Formate sowie Sonderausstellungen ab 2028 ermöglichen. Außerdem wurden neue Kooperationsstrukturen zwischen den Museen geschaffen. Die Projektkosten beliefen sich auf etwa 169.800 Euro.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Forschungsergebnisse“. Lesen Sie jetzt „Barocke Residenzkultur: Museen entdecken neue Verbindungen“. Ein Forschungsprojekt zur barocken Residenzkultur an den albertinisch-sächsischen Höfen im heutigen Sachsen-Anhalt hat erste Ergebnisse. Ziel war es, Objekte zu identifizieren, die im 18. Jahrhundert von den ehemaligen kursächsischen Residenzen an den Kurfürstensitz nach Dresden gelangt waren. Insgesamt hätten 478 Objekte zugeordnet werden können - darunter 96 für Schloss Merseburg. 416 Objekte stammten aus der Rüstkammer und 62 aus dem Grünen Gewölbe. Dafür war von 2023 bis 2025 die Herkunft von Ausstellungsstücken der Rüstkammer und des Grünen Gewölbes der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden untersucht worden, wie das Landratsamt des Saalekreises mitteilte. Die Ergebnisse sollen künftig in die Erweiterung und Vertiefung der Dauerausstellungen der beteiligten Museen einfließen. Zudem seien digitale Formate sowie ab 2028 regelmäßige Verbund-Sonderausstellungen geplant, hieß es. Mit den Ergebnissen würden nun neue Ausstellungskonzepte und vereinfachte Leihprozesse ermöglicht. "Mit diesem Forschungsprojekt wurde erstmals eine Struktur für die Zusammenarbeit von Museen in Sachsen-Anhalt und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden geschaffen, die für alle Partner Entwicklungsmöglichkeiten bietet", erklärte Karin Heise, Leiterin des Kulturhistorischen Museums Schloss Merseburg. Im Jahr 1993 hatte sich ein Museumsverbund gegründet. Zu diesem gehören die ehemaligen kursächsischen Residenzschlösser Merseburg, Weißenfels und Zeitz sowie die ehemaligen Nebenresidenzen Neuenburg in Freyburg und die Burg Querfurt. Die Projektkosten beliefen sich auf rund 169.800 Euro und wurden vom Land Sachsen-Anhalt sowie der Ostdeutschen Sparkassenstiftung finanziert. © dpa-infocom, dpa:260113-930-540585/1