Datum13.01.2026 17:30
Quellewww.zeit.de
TLDREin 35-jähriger Polizeibeamter aus Dortmund muss sich ab dem 9. Januar 2024 wegen versuchten Totschlags vor dem Schwurgericht verantworten. Er soll bei einer Verkehrskontrolle am 25. Dezember 2022 sechs Schüsse auf ein Auto mit zwei jungen Insassen abgegeben haben, nachdem das Fahrzeug sich auffällig verhielt und in seine Richtung fuhr. Trotz mehrerer Treffer im Innenraum blieben die Insassen unverletzt. Das Gericht nahm den Vorwurf des versuchten Totschlags an, nachdem es Anzeichen für einen Tötungsvorsatz sah.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Verhandlung“. Lesen Sie jetzt „Sechs Schüsse bei Verkehrskontrolle: Polizist vor Gericht“. Ein Dortmunder Polizeibeamter muss sich ab Mittwoch (9.00 Uhr) wegen versuchten Totschlags im Amt vor dem Dortmunder Schwurgericht verantworten. Der heute 35-Jährige soll bei einer Verkehrskontrolle am ersten Weihnachtstag 2022 sechs Schüsse auf ein Auto abgegeben haben, in dem zwei 17 und 18 Jahre alte Männer saßen. Laut Staatsanwaltschaft versuchte der Beamte, das Fahrzeug der beiden jungen Männer zu stoppen, weil diese sich offenbar auffällig verhielten. Als er den Wagen schließlich mit seinem Streifenwagen blockiert hatte, soll er mit gezogener Dienstwaffe auf das Fahrzeug zugelaufen sein. Weil das Auto kurz darauf in seine Richtung bewegt wurde, soll der Beamte den ersten Schuss durch die Windschutzscheibe abgefeuert haben. Nachdem der Wagen dann in einem Bogen um ihn herumgefahren war, soll er weitere fünf Schüsse abgegeben haben. Mehrere Projektile drangen zwar in den Innenraum des Fahrzeugs ein. Die beiden Insassen erlitten jedoch keine Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich Anklage wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung im Amt erhoben. Das Schwurgericht schloss nach Sichtung der Akten jedoch einen Tötungsvorsatz nicht aus und eröffnete das Verfahren mit dem Vorwurf des versuchten Totschlags. © dpa-infocom, dpa:260113-930-540147/1