Nachrichtenpodcast: Kann die Nato Grönland schützen?

Datum13.01.2026 17:27

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Nachrichtenpodcast thematisiert die Forderung mehrerer Länder nach NATO-Truppen in Grönland zur Verbesserung der Sicherheitslage und zur Abwehr von US-Präsident Trumps territorialen Ansprüchen an der strategisch wichtigen Insel. Bundeskanzler Merz erwartet amerikanische Unterstützung für diesen Militärschritt. Zudem wird über anhaltende Proteste im Iran und die damit verbundenen Todesfälle und Festnahmen berichtet. Im deutschen Gesundheitssektor gibt es Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di, die höhere Löhne für Pflegekräfte fordert.

InhaltMehrere Länder fordern Nato-Truppen auf Grönland. Hilft das gegen Trumps Expansionsdrang? Und: In mehreren Bundesländern gibt es vor Warnstreiks. Worum es geht. Bundeskanzler Friedrich Merz geht davon aus, dass sich die USA an einem Nato-Einsatz zum Schutz Grönlands beteiligen würden. Am Rande seiner Indienreise sagte er, man wolle "die Sicherheitslage für Grönland gemeinsam verbessern". "Ich gehe davon aus, dass die Amerikaner sich daran auch beteiligen", sagte Merz. Mehrere Nato-Länder, darunter etwa Großbritannien, befürworten den Ausbau der Militärpräsenz in der Arktis. Mit dem Schritt soll auch US-Präsident Donald Trump von seinen Besitzansprüchen an der Insel abgebracht werden. Aktuell will die US-Regierung die Insel kaufen, weil sie strategisch bedeutsam und ressourcenreich ist. Kann die Stationierung von Nato-Truppen Trump davon abbringen, die Insel widerrechtlich zu übernehmen? Und wie genau soll so ein Einsatz aussehen? Diese und weitere Fragen beantwortet Jörg Lau, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT. Im Iran gehen die Proteste gegen das Regime weiter. Bisher gab es rund 2.000 Tote und etwa 10.000 Festnahmen. Das Internet ist nach wie vor abgeschaltet, aber die Telefonverbindungen funktionieren teilweise wieder. Bundeskanzler Merz hält einen Sturz des Regimes für möglich: "Ich gehe davon aus, dass wir jetzt hier auch gerade die letzten Tage und Wochen dieses Regimes sehen", sagte er während seines Indienbesuchs. Währenddessen hat US-Präsident Donald Trump Zölle von 25 Prozent für Länder angekündigt, die Geschäfte mit dem Iran machen.  Die Gewerkschaft ver.di hat in den Pflegeberufen für Dienstag und Mittwoch zu Streiks aufgerufen. Betroffen sind vor allem die Unikliniken in Köln, Bonn, Düsseldorf und Essen. Am Donnerstag finden Tarifverhandlungen für mehr als 900.000 Beschäftigte der Länder statt. Ver.di fordert sieben Prozent mehr Lohn, aber mindestens 300 Euro. Die Tarifgemeinschaft der Länder bezeichnete die Forderung als mehr als unbezahlbar. Weitere Warnstreiks sind an Hochschulen, Universitäten und bei Landesverwaltungen geplant. Und sonst so? Das Unwort des Jahres ist "Sondervermögen". Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Benjamin Probst Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.