AfD-Spitze über US-Außenpolitik: AfD-Spitze geht auf Distanz zu Trumps Außenpolitik

Datum13.01.2026 17:21

Quellewww.zeit.de

TLDRDie AfD-Spitze, vertreten durch Alice Weidel und Tino Chrupalla, kritisiert deutlich die Außenpolitik von Donald Trump und wirft ihm vor, sein Wahlversprechen der Nichteinmischung in andere Staaten zu brechen. Chrupalla bezeichnet Trumps Vorgehensweise als "Wildwest-Methoden". Trotz vorheriger Bemühungen um Beziehungspflege zu den USA, zeigt sich die AfD nun distanziert. Weidel prangert zudem an, dass die deutschen Medien bei Trumps Aktionen eine unterschiedliche Maßstäblichkeit anlegen im Vergleich zu Kritiken an Putin.

InhaltDonald Trump breche mit seiner Außenpolitik sein Versprechen, sich nicht in andere Staaten einzumischen, sagte Alice Weidel. Tino Chrupalla monierte "Wildwest-Methoden". Nach Monaten der Annäherung hat die AfD-Spitze deutliche Kritik an der Außenpolitik der USA geübt. "Donald Trump hat gegen ein elementares Wahlversprechen verstoßen – nämlich, sich nicht in andere Staaten einzumischen", sagte Partei- und Fraktionschefin Alice Weidel in Berlin. Der Co-Vorsitzende Tino Chrupalla sagte, "Wildwest-Methoden" seien klar abzulehnen. Die AfD hatte sich in den vergangenen Monaten um intensivere Beziehungen zu den USA bemüht, insbesondere zu Trumps Republikanern. Erst vor wenigen Wochen war eine Delegation von AfD-Abgeordneten nach Washington gereist und hatte Gespräche mit Vertretern des Trump-Lagers geführt. Republikanische Politiker in den USA äußerten sich wiederholt positiv über die deutsche Rechtsaußen-Partei. Überdies warf Weidel den Medien in Deutschland vor, mit zweierlei Maß zu messen. "Wir haben jetzt ein paar Jahre Gejaule gehört, dass Putin gegen das Völkerrecht verstößt", sagte sie mit Blick auf den russischen Präsidenten. "Und jetzt sind Sie plötzlich ziemlich leise, wenn Donald Trump das Gleiche tut, und zwar die Souveränität eines Staates, wie Venezuela angreift und das auch droht, mit Grönland zu tun."  Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.