Grönland: Boris Pistorius stellt stärkere Nato-Präsenz in der Arktis in Aussicht

Datum13.01.2026 16:45

Quellewww.zeit.de

TLDRVerteidigungsminister Boris Pistorius befürwortet eine stärkere NATO-Präsenz in der Arktis, um die Region rund um Grönland zu schützen. Während eines Besuchs der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas betonte er die Notwendigkeit von Überwachung und Patrouillen, um Aktivitäten im Gebiet zu beobachten. Dies sei besonders wichtig aufgrund der russischen Militärpräsenz und dem Schutz kritischer Nordatlantik-Meeresrouten. Innerhalb der NATO werden aktuell geeignete Maßnahmen erörtert, um die Verteidigungsfähigkeit zu stärken.

InhaltAuch Deutschlands Verteidigungsminister befürwortet einen verstärkten Nato-Schutz der Region rund um Grönland. Aktuell werde diskutiert, welche Maßnahmen sinnvoll seien. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat eine stärkere Präsenz der Nato in der Arktis in Aussicht gestellt. Dabei gehe es um Überwachung, Patrouillen und darum, zu sehen, "was unter Wasser, über Wasser und in der Luft passiert", sagte Pistorius während eines Besuchs der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas in Berlin. Durch Aufklärung und regelmäßige Übungen vor Ort wolle die Nato "zeigen, dass wir da sind", sagte der Verteidigungsminister. Aktuell werde innerhalb des Verteidigungsbündnisses erörtert, welche Maßnahmen sinnvoll und nötig seien. Pistorius begründete das Bedürfnis nach verstärktem Schutz der Arktis mit der russischen Militärpräsenz in der Region. Insbesondere der Schutz der Meeresrouten im Nordatlantik zwischen Grönland, Island und Großbritannien sei wichtig. Diese könnten im Konfliktfall von anderen Ländern dazu genutzt werden, eine "Abschottung Amerikas von Europa und umgekehrt" zu erreichen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.