Datum13.01.2026 15:12
Quellewww.zeit.de
TLDREin internes Schmähgedicht im Auswärtigen Amt sorgt für Aufregung, berichtet die "Bild". Der Text, der die politische Arbeit von Grünen-Ministerin Annalena Baerbock und Vizekanzler Robert Habeck kritisiert, wurde in der Digitalausgabe des Mitarbeitermagazins "InternAA" entfernt. Das Gedicht thematisiert vermeintliche Versäumnisse in der Politik der Ampel-Koalition. Das Auswärtige Amt betont, dass "InternAA" ein internes Magazin ist und die Redaktion über die Inhalte unabhängig entscheidet. Baerbock und Habeck wurden nicht namentlich genannt, jedoch klar angesprochen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Auswärtiges Amt“. Lesen Sie jetzt „"Bild": Wirbel in Ministerium um internes Schmähgedicht“. Ein Schmähgedicht mit direkten Bezügen zur Politik der früheren Grünen-Minister Annalena Baerbock und Robert Habeck sorgt nach einem "Bild"-Bericht im Auswärtigen Amt für Wirbel. Der demnach für das Mitarbeitermagazin "InternAA" verfasste Text ("Heizung aus, Pullover an") nimmt den politischen Kurs unter der Außenministerin und dem Vizekanzler der damaligen Ampel-Koalition aufs Korn. Die Zeitung schreibt, das ihr vorliegende Gedicht sei in der Digitalausgabe des Magazins entfernt und durch einen Hinweiskasten ersetzt worden. Sie veröffentlicht dazu einen Screenshot von dem Gedicht mit dem Titel "Ken & Barbie". Die frühere Amtschefin Baerbock und Habeck werden darin nicht namentlich genannt, aber erkennbar auf die Schippe genommen. So heißt es etwa: "Die Außenwelten, feministisch gedacht, die Welt zu retten, doch nicht jeder, hat gelacht." Und: "Hochglanzreden, ohne Geschick, hatte die Menschen, nicht mehr im Blick." Aus dem Auswärtigen Amt hieß es auf dpa-Anfrage, "InternAA" sei ein rein internes Magazin von Angehörigen des Auswärtigen Dienstes für Angehörige des Auswärtigen Dienstes. Die Redaktion treffe Entscheidungen über den Inhalt des Magazins unabhängig. Baerbock hatte im September ihren Posten als Präsidentin der UN-Vollversammlung angetreten. Ursprünglich war dafür die deutsche Top-Diplomatin Helga Schmid vorgesehen. Der frühere Vizekanzler und Ex-Wirtschaftsminister Habeck hatte nach dem Ausscheiden aus dem Amt zum 1. September auch sein Bundestagsmandat zurückgegeben. Er arbeitet für ein Forschungsinstitut in Dänemark. © dpa-infocom, dpa:260113-930-539042/1