USA: Ex-Kongressmitarbeiter wegen Diebstahls von 240 Regierungshandys angeklagt

Datum13.01.2026 12:00

Quellewww.spiegel.de

TLDREin ehemaliger Mitarbeiter des US-Repräsentantenhauses, Christopher S., wurde angeklagt, rund 240 Regierungshandys im Wert von etwa 150.000 Dollar gestohlen und für den persönlichen Profit verkauft zu haben. S. arbeitete bis Juli 2023 als Systemadministrator und nutzte seine Befugnisse, um die Geräte an seine Adresse zu bestellen. Er verkaufte über 200 Telefone an ein Pfandhaus und umging die Sicherheitssoftware des Repräsentantenhauses. Die Vorgehensweise kam ans Licht, als ein gestohlenes Telefon bei eBay verkauft wurde.

InhaltChristopher S. soll während seiner Tätigkeit im US-Repräsentantenhaus Mobiltelefone im Wert von gut 150.000 Dollar bestellt haben. Anschließend verkaufte er die Geräte offenbar weiter. Ein ehemaliger Mitarbeiter des US-Kongresses ist wegen des Vorwurfs angeklagt worden, rund 240 Regierungshandys aus dem Repräsentantenhaus gestohlen zu haben, wie aus einer auf der Webseite des Justizministeriums veröffentlichten Mitteilung  hervorgeht. Christopher S. aus Maryland wurde angeklagt, weil er "vorsätzlich und wissentlich Mobiltelefone unterschlagen, gestohlen und für seinen eigenen Gebrauch umgewandelt" habe, die dem Staat gehörten. Die Anschuldigungen sind auch einer Gerichtsakte  zu entnehmen. Der Gesamtwert der Telefone betrug laut dem Büro der US-Staatsanwältin des District of Columbia, Jeanine Pirro, etwa 150.000 Dollar. Den Angaben zufolge arbeitete S. von April 2020 bis Juli 2023 als Systemadministrator für den Verkehrsausschuss des Repräsentantenhauses. In dieser Position sei er befugt gewesen, Mobiltelefone für die rund 80 Mitarbeiter des Ausschusses zu bestellen. Von Januar bis Mai 2023 soll S. dies genutzt haben, um rund 240 neue Regierungshandys direkt an seine Privatadresse in Glen Burnie, Maryland, liefern zu lassen. Die Behörden werfen dem Angeklagten vor, mehr als 200 der Handys an ein nahegelegenes Pfandhaus verkauft zu haben. Dabei habe er einen Mitarbeiter des Ladens angewiesen, die Geräte "in Teilen" weiterzuverkaufen. So sollte demnach die Verwaltungssoftware des Repräsentantenhauses umgangen werden, mit der die Telefone aus der Ferne gesichert und überwacht werden können. Das Vorgehen flog den Angaben zufolge auf, als eines der gestohlenen Telefone unzerlegt auf Ebay verkauft wurde. Als der Käufer das Gerät eingeschaltet habe, sei eine Nummer des technischen Servicedesks des Repräsentantenhauses erschienen. Der Käufer rief demnach dort an, und Mitarbeiter des Repräsentantenhauses stellten fest, dass eine Reihe von Handys, die S. bestellt hatte, verschwunden war.