Illegale Flugobjekte: 400 Drohnen in Rheinland-Pfalz gesichtet

Datum13.01.2026 11:52

Quellewww.zeit.de

TLDRIm Jahr 2022 wurden in Rheinland-Pfalz rund 400 Drohnen gesichtet, die meisten über Wohngebieten. 69 Drohnen flogen über militärische Liegenschaften und 47 über kritische Infrastruktur. Rheinland-Pfalz verzeichnet die meisten Sichtungen im Vergleich zu anderen Bundesländern. Die Landesregierung investiert sieben Millionen Euro in die Abwehr illegaler Drohnen, einschließlich Kamerasystemen und Jamming-Gewehren. Drohnensichtungen an sensiblen Orten haben seit dem Ukraine-Konflikt zugenommen, und ein neues Drohnenabwehrzentrum wird eingerichtet, um diese Bedrohungen besser zu bekämpfen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Illegale Flugobjekte“. Lesen Sie jetzt „400 Drohnen in Rheinland-Pfalz gesichtet“. Rund 400 Drohnen sind im vergangenen Jahr über Rheinland-Pfalz gesichtet worden – 69 von ihnen über militärischen Liegenschaften und 47 Drohnen über kritischer Infrastruktur. Dies teilte das Innenministerium in Mainz mit. Dazu zählen Energie, Gesundheit, Transport und Verkehr, Wasser sowie Staat und Verwaltung. Die meisten Drohnen, nämlich 183, wurden über Wohngebieten gesehen.  Der SWR hatte zuvor darüber berichtet. Danach wurden in keinem anderen Bundesland so viele Drohnen gesichtet, wie in Rheinland-Pfalz.  Über Rüstungsbetrieben wurden zwei Drohnen entdeckt. Die übrigen Drohnen wurden über sonstige Örtlichkeiten bemerkt. "Es handelt sich um Drohnensichtungen, demnach nicht zwangsläufig um verifizierte Drohnenüberflüge", betonte der Sprecher. Die Landesregierung investiert rund sieben Millionen Euro in Technik zur Abwehr illegaler und bedrohlicher Drohnen. Das Geld fließt vor allem in Systeme zur Erkennung, Verifizierung und Abwehr. Dazu gehören hochauflösende Kamerasysteme, sogenannte Jamming-Gewehre zur Blockade von Funksignalen, Netzwerferpistolen und KI-gesteuerte Zielsysteme zum Abschießen von Drohnen.  Nach Angaben der Bundesregierung haben Drohnensichtungen an wichtigen Einrichtungen in Deutschland seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine stark zugenommen. "Wir gehen in weiten Teilen davon aus, dass diese Drohnen auch von feindlichen Mächten gesteuert sind", sagt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Um unerlaubt fliegende Drohnen künftig besser zu erkennen und unschädlich machen zu können, haben Bund und Länder in Berlin ein Gemeinsames Drohnenabwehrzentrum (GDAZ) eingeweiht. Der Arbeitsbetrieb soll im Januar aufgenommen werden. © dpa-infocom, dpa:260113-930-537523/1