Donald Trump gegen Jerome Powell: Zentralbanken solidarisieren sich mit Fed-Chef Jerome Powell

Datum13.01.2026 11:57

Quellewww.zeit.de

TLDRJerome Powell, der Vorsitzende der US-Notenbank Fed, erhält Unterstützung von mehreren Zentralbanken, die die Unabhängigkeit der Zentralbanken betonen. In einer Erklärung fordern sie die Wahrung dieser Unabhängigkeit, die für wirtschaftliche Stabilität wichtig ist. Donald Trump übt Druck auf Powell aus, die Zinsen zu senken, während die US-Justiz Ermittlungen gegen ihn wegen hoher Renovierungskosten an der Fed einleitet. Powell sieht diese Ermittlungen als einen Versuch, Einfluss auf die Zinspolitik zu nehmen.

InhaltDer ins Visier der US-Justiz geratene Fed-Chef Powell erhält Unterstützung von mehreren Zentralbanken weltweit. Sie pochen auf Unabhängigkeit und Rechtsstaatlichkeit. Die Chefinnen und Chefs mehrerer Zentralbanken haben sich in einer gemeinsamen Erklärung mit dem ins Visier der US-Justiz geratenen Notenbankchef ‍Jerome Powell solidarisiert. Im auf der Website der Europäischen Zentralbank veröffentlichten Statement heißt es: "Die Unabhängigkeit der Zentralbanken ist ein Eckpfeiler der Preis-, Finanz- und Wirtschaftsstabilität im Interesse der Bürger, denen wir dienen." Es sei daher von entscheidender Bedeutung, "diese Unabhängigkeit unter voller Achtung der Rechtsstaatlichkeit und der demokratischen Rechenschaftspflicht" zu bewahren. Trump übt seit seinem erneuten Amtsantritt vor knapp einem Jahr massiven Druck auf Powell und die von ihm geleitete US-Notenbank Fed aus, den Leitzins zu senken. Anfang der Woche wurde bekannt, dass die US-Justiz Ermittlungen gegen Powell eingeleitet hat. Dabei geht es um die auf rund 2,5 Milliarden ​Dollar gestiegenen Renovierungskosten am Hauptsitz der mächtigsten Zentralbank der Welt. ‍Powell hat den Schritt als Vorwand bezeichnet, um Einfluss auf die Zinspolitik zu nehmen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.